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  • Kommentar: Trumps absurde Versprechungen werden an der Realität scheitern

    In einem offenen Brief haben dieser Tage 50 Republikaner davor gewarnt, Donald Trump im November zum US-Präsidenten zu wählen, da er die nationale Sicherheit gefährde. Das ist lobenswert. Aber kommt ein bisschen spät. Denn Trump ist nicht erst gestern auf der politischen Bühne aufgetaucht. Er posaunt seine dümmlichen Parolen schon seit Juni vergangenen Jahres in die Welt hinaus. 

    Silke Bauer
    Silke Bauer

    Silke Bauer 
zum Widerstand gegen Donald Trump

    Natürlich: Kritiker, auch aus der eigenen Partei, gab es von Beginn an. Doch ein durchschlagender Widerstand der Republikaner war deshalb nicht erfolgreich, weil sich die Gegner Trumps bis kurz vor dem Parteitag in Cleveland uneinig waren. Das führte dann dazu, dass bei dem Treffen im Juli 1775 Delegierte Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner wählten. Wie zwiegespalten die Partei aber auch dann noch war, zeigt sich an den 774 Republikanern, die gegen den Milliardär stimmten - so viele Gegenstimmen gab es selten bei einer Nominierungswahl.

    Man hätte Trump sofort stoppen müssen

    Doch man hätte Trump schon gleich zu Beginn seiner politischen Ambitionen stoppen müssen. Das hat aber keiner getan, weil ihn niemand ernst genommen hat. Seine populistischen Sprüche, die seltsamen Haare und sein kurioses Auftreten muteten einfach zu lächerlich an. Sein naives Gebaren sorgt noch immer für viel Spott und erfreut weltweit Karikaturisten und Kolumnisten. Jede neue Aussage wird in den Medien ausgeschlachtet. Dabei wurde nie wirklich hinterfragt, ob Trump sein eigenes Gerede überhaupt selbst glaubt.

    Dumm gestellt

    Konnte er allein wegen seines enormen Reichtums so weit kommen? Sein Geld mag natürlich seinen Weg an die Spitze geebnet haben. Aber man macht es sich zu einfach, wenn man Trump nur als einen Politclown darstellt. Noch gefährlicher als dumme Menschen sind Menschen, die sich dumm stellen. Dazu gehört auch Donald Trump. Seine absurden Versprechungen, wie die Steuersenkungen, die er in Detroit propagierte oder Pläne wie das Einreiseverbot für Muslime werden niemals real werden. Denn: Falls Trump ins Weiße Haus einzieht, wird er Präsident sein und kein Alleinherrscher. Er ist bei vielen Entscheidungen auf den Kongress angewiesen. Das weiß auch Trump. Nur seine Zielgruppe, unter anderem die Nichtwähler aus der Unterschicht offenbar nicht. Darauf setzt er. Welche Ziele er in Wirklichkeit verfolgt, wird sich hoffentlich nie zeigen.

    Trumps Spiel mit der HetzeTrump irritiert mit Äußerung zu WaffenStrafzölle und Steuersenkungen: Trumps „Wohlstand für alle“Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen Rückfall in den Protektionismus? weitere Links
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