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    KölnOnlinespiele haben meistens keine Altersfreigabe

    Computerspiele im Handel unterliegen strengen Kontrollen, damit problematische Inhalte nicht in Kinderhände fallen. Bei den immer populäreren Onlinespielen gibt es solche Mechanismen nicht. Deshalb ist hier die Initiative der Eltern gefragt.

    Besucher auf der Gamescom
    Besucher auf der Gamescom: Während Spiele im Handel den Kontrollen der Medienwächter unterliegen, sind online viele problematische Inhalte frei zugänglich.
    Foto: Oliver Berg - DPA

    Onlinespiele im Browser oder in Sozialen Netzwerken liegen im Trend. Auf besorgte Eltern kommt dadurch ein neues Problem zu. «Spiele auf DVD und anderen Medien haben verlässliche Alterssiegel», sagt Peter Widlok von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. «Im Netz ist aber vieles einfach so frei zugänglich.» Kontrolle haben die hiesigen Medienwächter nur über Anbieter aus Deutschland. Bei ausländischen Herstellern stoßen sie dagegen schnell an ihre Grenzen.

    Für Eltern gilt deshalb umso mehr, dass sie sich mit dem vertraut machen müssen, was ihre Kinder spielen. Das bedeutet keine permanente Kontrolle, erklärt Widlok: «Ich muss beim Spielen nicht hinter meinem Kind stehen und jeden Schritt überwachen.» Wichtig sei aber, sich für die Hobbys der Kinder zu interessieren und ihnen klar zu machen, dass sie jederzeit mit Fragen und Problemen ankommen dürfen.

    Gerade bei jüngeren Kindern sei es ratsam, dass Computer oder Konsolen an einem zentralen Ort und nicht im Kinderzimmer stehen. «Der Computer darf kein elektronischer Babysitter sein», sagt Widlok. Wichtig werde ungestörtes Surfen für Kinder erst, wenn in der Pubertät der Wunsch nach Privatsphäre steigt. Außerdem kann es nicht schaden, wenn Eltern ihren eigenen Medienkonsum gelegentlich überprüfen, findet der Medienexperte: Kinder reagierten anders auf verstörende Inhalte, wenn ihre Eltern selber den ganzen Tag etwas Vergleichbares konsumieren.

    Bei Spielen auf DVD haben Eltern einen Anhaltspunkt in Form der Altersfreigabe. Das Siegel der Unabhängigen Selbstkontrolle (USK) ist inzwischen unübersehbar groß auf der Vorderseite jedes Spiels zu sehen. Ob ein Spiel ab 6, 12 oder 18 Jahren freigegeben ist, entscheidet die USK nach festgelegten Kriterien. In dem Gremium dafür sitzen Jugendschützer, aber auch Vertreter von Spielentwicklern. «Das ist ein eingespieltes Verfahren, ähnlich wie im Fernsehen oder in der Filmwirtschaft», sagt Widlok. «Das funktioniert üblicherweise sehr zuverlässig.»

    Manche Spiele tragen neben dem USK-Zeichen auch das sogenannte PEGI-Siegel (Pan European Game Information). Diese Einstufung wird jedoch nicht von unabhängigen Beobachtern, sondern von den Herstellern selbst vorgenommen. Außerdem zeigt das PEGI-Siegel mit Symbolen an, welche problematischen Inhalte ein Spiel genau hat: Eine Spinne warnt zum Beispiel vor gruseligen Szenen, eine Faust vor Gewaltverherrlichung. Auf Downloadplattformen für mobile Spiele wie den App Store oder Google Play gibt es nur einen unverbindlichen und nicht sofort sichtbaren Hinweis, für welche Altersstufen ein Spiel geeignet ist.

    Hier geht es zur Webseite der Gamescom

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