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    KölnEA-Manager: «Geschäftsmodell der Spielebranche wird umgekrempelt»

    Smartphones sowie Tablets boomen, dafür wollen viele Nutzer nicht mehr für Spiele bezahlen - sehr wohl aber für Premium-Funktionen und virtuelle Güter. Die Computerspielbranche stehe vor großen Veränderungen, meint ein Spitzenmanager von Electronic Arts.

    Computerspieler auf der Gamescom
    Viele Gamer vergnügen sich inzwischen mit sogenannten Free-to-Play-Spielen, die nichts kosten. Bezahlt werden müssen dann lediglich Premium-Funktionen oder virtuelle Güter.
    Foto: Oliver Berg - DPA

    Das Geschäft mit Computerspielen steht nach Ansicht von Frank Gibeau, Spitzenmanager beim Branchenriesen Electronic Arts, vor einem fundamentalen Wandel. Der heute dominierende Verkauf von Software werde «bis Ende des Jahrzehnts» vom Free-to-Play-Ansatz abgelöst, sagte Gibeau auf der Gamescom (Publikumstage: 16. bis 19. August) in Köln. Besonders der Boom der Smartphones und Tablet-Computer verhelfe diesem Modell zum Durchbruch.

    Free-to-Play-Spiele sind grundsätzlich kostenlos, Nutzer zahlen aber etwa für Premium-Funktionen oder virtuelle Güter - das können beispielsweise besondere Autos in einem Rennspiel oder Spezialwaffen in einem Ego-Shooter sein. EA verdiente über Jahrzehnte vor allem am Verkauf von Spielen, richtet sich aber seit einigen Jahren auf den digitalen Vertrieb und neue Geschäftsmodelle aus.

    Das Gratis-Modell - in Asien seit Jahren etabliert - ermögliche der Branche den Zugang zu einem größeren Publikum, erklärte Gibeau, der bei EA dafür verantwortlich ist, bekannte Spiele-Marken an alle Plattformen anzupassen. So könne seine Firma Gelegenheitsspieler ansprechen, die nicht viel Geld ausgeben wollen. Auch neue Märkte ließen sich erschließen. Gleichzeitig werde es weiterhin Nutzer geben, die wie heute 60 Dollar für ein Spiel ausgeben.

    Nach dem Erfolg von Anbietern wie Zynga und Bigpoint setzen allerdings immer mehr Unternehmen auf das Free-to-Play-Modell, der Konkurrenzdruck nimmt zu. Gibeau sieht das als einen Vorteil für EA: «Produktionswert, Qualität und Marken werden immer wichtiger» - und hier könne seine Firma punkten.

    Auch aus Sicht der Entwickler sieht Gibeau Vorteile: «Wir können viel mehr ausprobieren, weil die Kosten, um etwas zur Marktreife zu bringen, viel niedriger sind.» Es sei möglich, eine kleine Version an den Start zu bringen und die Reaktion der Nutzer zu testen, um das Spiel mit der Zeit zu verbessern.

    Als wichtige Plattform der Zukunft sieht Gibeau mobile Geräte. Angesichts der rasanten Verbreitung von Smartphones bestehe die Chance, in den nächsten fünf Jahren zwei Milliarden Nutzer in aller Welt zu erreichen. «Das ist ein großer Wachstumstreiber für unser Geschäft.»

    Webseite zur Gamescom

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