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    BonnTelekom-Manager: Datenvolumen bei 400 000 Terabyte

    Das Datenaufkommen in den Netzen der Deutschen Telekom erreicht monatlich 400 000 Terabyte. Auf dem IT-Gipfel in München haben am Dienstag die Spitzen von Wirtschaft und Regierung über den Ausbau der Infrastruktur gesprochen. Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik bei der Telekom Deutschland GmbH, gibt eine Bestandsbeschreibung.

    Netzkabel
    LAN-Kabel stecken in einem Server in Düsseldorf.
    Foto: Martin Gerten/Archiv - DPA

    Zur Entwicklung der Netzkapazitäten gibt es ganz unterschiedliche Aussagen: Die einen sagen, das Netz platzt aus allen Nähten. Die anderen sagen, die Infrastruktur ist gut skalierbar und werde alles verkraften, was an zusätzlichem Datenverkehr hineinkommt. Was stimmt denn nun?

    Jacobfeuerborn: «Wir haben beide Tendenzen. In unserem Netz haben wir in diesem Jahr ein Datenaufkommen von 400 000 Terabyte im Monat. Das ist vergleichbar mit 200 Billionen bedruckten Schreibmaschinenseiten. Die Seiten aufeinander gelegt würden einen Papierstapel ergeben, der 25 mal von der Erde bis zum Mond und zurück reicht. Jedes Jahr wächst das Datenvolumen im Telekom-Netz um etwa 20 Prozent. Besonders groß ist der Datenhunger der jungen Generation, für die Computer und Smartphones keine Technik mehr sind, sondern Teil der gewohnten Umwelt. Wir haben uns auf diese Entwicklung vorbereitet. Das Backbone-Netz ist entsprechend aufgerüstet und weiter skalierbar. Bei den Access Points (Zugangsstellen; die Redaktion) setzen wir auf den Mix von Festnetz und Mobilfunk.»

    Es gibt immer wieder Klagen über Verbindungsabbrüche im mobilen Internet. Was tun Sie für mehr Qualität im Mobilfunk?

    Jacobfeuerborn: «Um den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden, investieren wir erheblich. Im Mobilfunk als einem Shared Medium (die in einer Funkzelle angemeldeten Kunden teilen sich die verfügbare Kapazität; die Redaktion) haben wir einen besseren Datendurchsatz als die Konkurrenz. Die jüngsten Testergebnisse von Zeitschriften bestätigen uns, dass wir beim Ausbau richtig unterwegs sind. Das neue LTE-Netz bauen wir jetzt weiter aus und sorgen dafür, dass auch die letzten weißen Flecken abgedeckt werden. Wenn die Zellen voller laufen, müssen wir nachinvestieren.»

    Auf dem IT-Gipfel in München war die Technologieneutralität eines der meistbenutzten Schlagworte. Wie sieht denn der Mix von Festnetz und Mobilfunk konkret aus, den Sie planen?

    Jacobfeuerborn: «Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit mobil wird. Jeder wird sein Smartphone, seinen Tablet-Computer oder Laptop personaliert immer mit sich führen. Das bedeutet, dass wir diese Kommunikation über die Luft-Schnittstelle transportieren müssen. Der Kunde muss aber gar nicht mehr merken, welches Netz er gerade nutzt, ob ein Mobilfunknetz oder ein WLAN. Anschließend müssen wir versuchen, den Verkehr so schnell wie möglich ins Festnetz zu bringen. Nur mit einem Technologie-Mix können wir die steigende Nachfrage im Datenverkehr bewältigen. Sie würden scheitern, wenn Sie 400 000 Terabyte im Monat nur über den Mobilfunk abzuwickeln versuchen. Von diesem Gesamtvolumen entfallen weniger als 50 Prozent auf den Mobilfunk.

    Wie sieht Ihre Planung für den Glasfaserausbau im neuen Jahr aus?

    Jacobfeuerborn: «Wir werden in diesem Jahr 160 000 Glasfaser-Anschlüsse zu Gebäuden verlegen. Im nächsten Jahr werden wir eine vergleichbare Größenordnung haben. Wir müssen darauf achten, dass die Investitionsbedingungen so gestaltet sind, dass wir das Geld, das wir in die Glasfaser stecken, auch zurückverdienen.»

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