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  • Telekom lockt mit Dividendengarantie

    Bonn (dpa). Mit einer Dividendengarantie für drei Jahre und einem weiteren milliardenschweren Sparprogramm will die Telekom ihre Eigentümer bei der Stange halten und den Konzern krisenfest machen.

    Bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Bonn kündigte Vorstandschef René Obermann zudem an, das hohe Investitionsniveau zu halten. Aber auch der Stellenabbau bei der Telekom wird weitergehen. Wie viele Arbeitsplätze von dem neuen Sparprogramm betroffen sind, das in den Jahren 2010 bis 2012 eine Summe von 4,2 Milliarden Euro einspielen soll, sagte Obermann nicht.

    Als erstes DAX-Unternehmen garantiert die Telekom unterdessen ihren gebeutelten Anlegern in den kommenden drei Jahren eine Dividende von mindestens 0,70 Euro je Aktie. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von insgesamt rund 10 Milliarden Euro. Kombiniert ist die Zusage mit einem Programm zum Rückkauf von eigenen Aktien in einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro, ebenfalls über drei Jahre. Für das Geschäftsjahr 2008 sollen die Aktionäre noch einmal mit einer Ausschüttung von unverändert 0,78 Euro bedacht werden.

    An der Börse beflügelten aber weder Dividendenzusage noch Geschäftszahlen die T-Aktie. Das Papier lag am Mittag bei 9,42 Euro rund ein Prozent im Minus. Börsianer begrüßten zwar die neue Ausschüttungspolitik, nannten die Erwartungen für 2010 aber eher vorsichtig. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet der Vorstand mit rund 20 Milliarden Euro. Das wären 700 Millionen weniger als 2009.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe die Telekom ihre Ziele erreicht und befinde sich auf einem guten Kurs, betonte Obermann. Allerdings war der Konzernüberschuss vor allem bedingt durch Abschreibungen auf Firmenbeteiligungen in Großbritannien und Osteuropa um mehr als 75 Prozent auf 350 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Der um solche Sondereffekte bereinigte Überschuss lag wie im Vorjahr bei knapp 3,4 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um knapp 5 Prozent auf 64,6 Milliarden Euro. Ende 2009 beschäftigte die Telekom weltweit 260 000 Menschen. In Deutschland waren es 82 700, rund 4500 weniger als ein Jahr zuvor.

    Erfreut zeigte sich Finanzvorstand Timotheus Höttges über die Entwicklung der Geschäftszahlen im Inland. Im Breitbandgeschäft habe die Telekom ihren Anteil von 46 Prozent verteidigt. Auch wenn die Bonner wieder Telefonanschlüsse an ihre Konkurrenten verlor, seien die Verluste gegenüber 2008 um 17 Prozent gesunken.

    Im Mobilfunk befinde sich der Marktführer T-Mobile bei den Umsätzen wieder auf Wachstumskurs. Dabei setzte sich der Marktführer mit 39,1 Millionen Kunden deutlich von seinem härtesten Konkurrenten Vodafone ab (34,5 Mio). Die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkriesen gilt jedoch als wesentlich profitabler.

    Eine Absage erteilte Obermann erneut milliardenschweren Zukäufen. «Es wird keine Multi-Milliarden-Euro-Akquisitionen geben», sagte er. In der Branche und an Kapitalmärkten wird immer wieder über mögliche Übernahmen und Fusionen spekuliert - unter anderem in den USA, wo die Telekom-Mobilfunktochter weiterhin nur die Nummer vier ist und 2009 ins Stocken geriet. Obermann: «Das US-Geschäft ist kein schlechtes Geschäft, wir sind 2009 nur nicht gewachsen».

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