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  • Städel forciert Museumsmarketing im Internet

    Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ob YouTube, Twitter oder Flickr: Das Frankfurter Städel setzt beim Museumsmarketing auf neue Internet- Angebote - und gilt damit auch international als Vorreiter.

    «Natürlich haben wir - wie alle - auf den Obama-Wahlkampf geschaut und seine Verlinkung mit solchen Instrumenten», sagt der Direktor des Kunstmuseums, Max Hollein. Im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa erklärt er, was sich das Traditionshaus von den emsigen Online-Aktivitäten verspricht.

    «Wir machen das nicht, um hipp oder flotter zu wirken», sagt der 40-jährige Wiener. Er sieht die Onlinekanäle «nicht a priori als Marketinginstrument». Vielmehr: «Als Weiterdefinition, wo und wie Museum stattfinden kann. Und das ist schon lange nicht mehr definiert durch diese physischen vier Wände.» YouTube ist ein Video-Portal, Facebook ein Online-Freundschaftsnetzwerk, Twitter ein Microblogging- Dienst und Flickr eine Foto-Plattform.

    Im Herbst 2007 gab es den Relaunch der Städel-Homepage - «für einen höheren fünfstelligen Betrag», wie Hollein sagt. Auf der Seite kann der Nutzer der Mein-Städel-Community beitreten, seinen eigenen Terminkalender verwalten und seine Lieblingsbilder mit sämtlichen Infos dazu zusammenstellen. Den YouTube-Kanal gibt es seit Ende 2008. Mal führt Hollein in die Botticelli-Schau ein, mal kommen in den Videos Künstler selbst oder Kuratoren zu Wort. Die verschiedenen «Tools» seien immer zielgruppenorientiert. In Arbeit ist auch ein Video «Märchenerzähler für Kinder ab vier».

    Die neuen Kommunikationsmethoden seien für einige Mitarbeiter im Haus anfangs gewöhnungsbedürftig gewesen. «Zum Beispiel für unsere Kustoden, als wir die ersten Webfilme über Kunstwerke aus der Sammlung gedreht haben.» Auch die Grafik-Restauratorin sei «vorher nicht gerade eine Bloggerin gewesen». Inzwischen hätten alle erkannt, dass mit Hilfe dieser Medien ihre Arbeit transparenter werde. «Heute wäre jeder Kurator beleidigt, wenn kein Webfilm über seine Ausstellung gemacht werden würde.»

    Eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse der Online-Umtriebigkeit des Städel gebe es noch nicht. «Das ist halt auch die Frage: Als Non-Profit-Organisation kann man seinen Nutzen nicht nur ökonomisch beurteilen.» Zentral sei «die Vermittlung der Begeisterung für die Inhalte». Die «Mission» sei auch erfüllt, wenn jemand in Basel Städel-Videos schaue - ohne in den nächsten Zug nach Frankfurt zu steigen. «Aufgabe des Museums ist es, den Aktionsradius zu vergrößern und Zugänglichkeit zu verbessern.»

    Bleibt bei allzu viel PR die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kunst auf der Strecke? «Ich sehe überhaupt nichts Negatives daran, die modernen Formen der Kommunikationsmedien zu nutzen, solange wir valide Inhalte transportieren.» Für 2010 sei eine eigene iPhone-App geplant, ein spezieller Dienst, mit dem über Smartphones Dienstleistungen des Städel abgerufen werden können. Und: «Wir beobachten sehr genau die Entwicklungen im E-Book-Bereich.» Ob sich dann künftig die Museumskataloge auf dem elektronischen Textlesegerät wiederfinden, lässt er offen.

    Gespräch: Inga Radel, dpa

    Städel online: http://dpaq.de/staedel

    Blog zur Städel-Erweiterung: http://www.das-neue-staedel.de/

    YouTube: http://dpaq.de/Gas4c

    Twitter: http://dpaq.de/B5gZc

    Flickr: http://dpaq.de/6mazi

    Facebook: http://dpaq.de/XnSoi

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