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  • Obermann mit Sparzielen zur Bilanzvorlage

    Bonn (dpa). Von Telekom-Chef René Obermann werden zur Vorlage der Bilanz 2009 am Donnerstag mit Spannung Aussagen zum künftigen Sparkurs erwartet. Zwar sind das Bonner Unternehmen und die Telekom- Branche von der Wirtschafts- und Finanzkrise weniger betroffen als andere Industriezweige.

    Aber so richtig rund laufen die Geschäfte nicht. Die Konkurrenz im Inland drückt bei Festnetz und Mobilfunk auf Preise und Margen. Mit traditioneller Telefonie ist immer weniger Geld zu verdienen. Kein Wunder, dass die Telekom-Konzerne ihre Geschäfte zunehmend auf den Datenaustausch verlegen. Die Stichworte lauten: Breitband und mobiles Internet. Obermann will dabei an zwei Punkten ansetzen, um den Konzern zukunftsfest und wieder interessanter für Anleger zu machen.

    Das ist zum einen die neue Telekom-Strategie 2.0, an der noch gefeilt wird, und zum anderen die Fortsetzung des Sparprogramms. Nachdem in den Jahren 2006 bis 2009 rund 30 000 Jobs bei der Telekom dem Rotstift zum Opfer fielen, sollen mit der Umstellung der Netztechnik auf das Internet-Protokoll bis 2014 weitere bis zu 20 000 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen.

    Ob Obermanns Plan, die Telekom zum «Weltmarktführer rund um das vernetzte Leben und Arbeiten zu machen», gelingen wird, bleibt abzuwarten. Das «Handelsblatt» berichtete am Mittwoch, dass die Strategie dem Konzern keine Impulse geben werde. Ein geheimer Fünf- Punkte-Plan sei lediglich eine Fortführung der bisherigen Praxis. Obermanns Plänen fehle der Biss, resümierte die Zeitung. Die Details der Strategie will der Telekom-Chef Mitte März vorstellen.

    Bei den Geschäftszahlen erwarten Experten indes keine großen Überraschungen. Die Deutsche Telekom dürfte, so die Schätzungen, die Ziele des Vorstands für 2009 erreichen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sollen es gut 20,5 Milliarden Euro werden. Und die Dividende bleibt vermutlich erneut stabil. Für das Geschäftsjahr 2008 waren 0,78 Euro je Aktie ausgeschüttet worden.

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