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  • Intel verhilft AMD zu Milliardengewinn

    Sunnyvale (dpa). Ein Milliarden-Scheck des Erzrivalen Intel hat dem Chip-Konzern AMD das vergangene Jahr gerettet. Dank der Vergleichszahlung aus einem Wettbewerbs- und Patentstreit verließ AMD die Verlustzone und wies im Schlussquartal einen Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Dollar aus.

    Konzernchef Dirk Meyer sprach am Donnerstag von einem Meilenstein. Die Zahlung hatte 1,25 Milliarden Dollar betragen.

    Im Gesamtjahr schaffte AMD deshalb einen Überschuss von 300 Millionen Euro. Das war mehr als Börsianer erwartet hatten. Im Jahr davor hatte AMD noch rote Zahlen von 3,1 Milliarden Dollar verbucht, allein im Schlussquartal war ein Minus von 128 Millionen Dollar angefallen. Neben hausgemachten Problemen hatte die Wirtschaftskrise den Konzern aus dem kalifornischen Sunnyvale in die Tiefe gerissen.

    Die Kunden kommen jedoch zurück. Im Schlussquartal sprang der Umsatz um 42 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Dollar hoch. Intel hatte bereits vor einer Woche die Marschrichtung vorgegeben und Zahlen präsentiert, die mit denen aus der Boomzeit mithalten konnten. Die Nachfrage sei nach langer Pause wieder kräftig angestiegen, betonte AMD. Vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden, die nun dringend ihre alten Computer austauschen müssen, laufe gut. Besonders in Asien zog das Geschäft für AMD an.

    Allerdings steckt nur etwa in jedem fünften Computer ein Prozessor von AMD, Intel führt mit großem Vorsprung den Markt an. AMD-Chef Meyer sieht in der Wirtschaftskrise aber die Vorteile bei sich. «Die Kunden wollen den meisten Wert für ihren Dollar», sagte er. AMD-Chips sind billiger als die des größeren Rivalen.

    Erholung brachte neben dem Ende der Patentstreitigkeiten mit Intel und dem Konzernumbau auch die nun abgeschlossene Abspaltung der Chip- Produktion in das selbstständige Unternehmen Globalfoundries. Das Quartal sei von diesen Meilensteinen geprägt und unterstreiche AMDs wachsende Schwungkraft, sagte Meyer. Zu den größten Produktionsstandorten für AMD zählt Dresden.

    Die gemeinsam mit dem Emirat Abu Dhabi betriebene Globalfoundries habe einen guten Start gehabt, sagte Meyer. Die Zusammenarbeit klappe reibungslos. Im laufenden ersten Quartal könnte das Geschäft saisonal bedingt aber wieder leicht zurückgehen und das Unternehmen wieder in die Verlustzone gleiten lassen. Ohne den Scheck von Intel wäre AMD auch jetzt noch defizitär gewesen.

    AMD hatte im Jahr 2006 ein Milliarden-Abenteuer mit dem Kauf des Grafikkarten-Spezialisten ATI riskiert. Der Erfolg stellte sich jedoch bisher nicht ein, stattdessen fielen hohe Verluste an. In seiner Not holte sich AMD Hilfe aus dem Nahen Osten.

    Der größere und sehr profitable Rivale Intel ist AMD jedoch wieder einen Schritt voraus und stellt derzeit die Fertigung von der 45- auf die 32-Nanometer-Technologie um. Je kleiner die Strukturbreiten der Chips sind, umso leistungsfähiger und kleiner können sie produziert werden und umso günstiger lassen sie sich in großen Mengen herstellen. AMD will aktuell mit der Umstellung von 65 auf 45 Nanometer seine Notebook-Chips wieder konkurrenzfähiger machen. Mit Lenovo gewann AMD einen weiteren Kunden, der künftig AMD-Prozessoren in seinen ThinkPad-Notebooks nutzen will.

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