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  • Immer weniger Firmengründungen in High-Tech-Branche

    München (dpa). Die Bereitschaft in Deutschland, neue innovative High-Tech-Firmen zu gründen, hat einer Studie zufolge dramatisch abgenommen. Um insgesamt 25 Prozent war die Gründungstätigkeit im Zeitraum zwischen 1995 und 2008 zurück gegangen.

    Das ist ein Ergebnis einer Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller Microsoft am Donnerstag vorgestellt hat. Im Vergleich etwa zu den USA sei die Gründungsneigung in Deutschland sehr gering, sagte Georg Licht, Leiter der ZEW-Studie. Mehr Unterstützung etwa durch steuerliche Anreize für Investitionen in Risikokapital seien dringend erforderlich.

    «Der Abwärtstrend bei High-Tech-Gründungen ist besorgniserregend», sagte Achim Berg, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. Der im Koalitionsvertrag beschlossene High-Tech-Gründerfond müsse nun zügig angelegt und ausgebaut werden. Die Regierung habe die Bedeutung von Start-ups im Hochtechnologie-Bereich bereits erkannt. Zu den vordringlichen Maßnahmen gehöre nun unter anderem, die Kreditklemme in Deutschland etwa durch Gründungsbürgschaften aufzubrechen, sagte Berg. «Die Finanzierungsfrage sowie steuerliche Anreize für Gründerunternehmen spielen dabei eine Schlüsselrolle.»

    Der am Donnerstag vorgestellten Studie zufolge hat sich der demografische Wandel auch in Deutschland auf die Gründerszene im Technologie-Bereich niedergeschlagen und macht den jungen Studienabgänger als innovativen Existenzgründer zum Mythos. Im Schnitt war der typische Unternehmensgründer in der High-Tech-Industrie im Jahr 2008 bereits 41 Jahre alt, das Durchschnittsalter ging damit innerhalb von 13 Jahren um 3,5 Jahre zurück. In den USA gibt es heute sogar mehr Unternehmensgründer in der Altersgruppe über 50 Jahre als unter den jüngeren. Die erhöhte Gründungsbereitschaft bei Älteren konnte hierzulande aber den Abwärtstrend - anders als in den USA - nicht ausgleichen.

    Damit Deutschland technologisch nicht den Anschluss verliert, sollten deshalb künftig auch verstärkt Ältere, Frauen und Akademiker mit Unterstützungsangeboten angesprochen werden, sagte Licht. Steuerliche Anreize für die Investition in Risikokapital-Firmen, wie es sie in Großbritannien und Frankreich gibt, kämen der ganzen Branche zugute. Sollte sich an den Rahmenbedingungen nichts ändern, werde die Zahl der Unternehmensgründungen in der Branche voraussichtlich bis zum Jahr 2030 weiter um rund 10 Prozent zurück gehen, hieß es.

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