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  • Hacker zapfen US-Ölfirmen an - Spur nach China

    Washington (dpa). Hacker haben einem Zeitungsbericht zufolge amerikanische Ölfirmen massiv attackiert, um an hochsensible Daten zu kommen.

    Wie der «Christian Science Monitor» am Montag berichtete, hätten sich die Datendiebe bei mindestens drei Firmen Informationen über Funde des begehrten Rohstoffs gestohlen. Mindestens eine Spur der besonders intelligenten Angriffe führe nach China, sagten Eingeweihte dem Blatt. Es wäre ein weiterer in einer Reihe von Spionagevorwürfen der USA an Peking.

    Betroffen seien die Ölriesen ExxonMobil, Marathon Oil und ConocoPhillips. Alle drei Firmen hätten seit 2008 zwar von den Computerattacken gewusst, seien sich bis zu den jüngsten Warnungen der US-Bundespolizei FBI jedoch nicht über das Ausmaß der Spionage bewusst gewesen. Unter den gestohlenen Daten seien Passwörter für E-Mails, Internetbriefe und andere Informationen. «Einige unserer Geschäftspartner sind sehr besorgt, weil sie Hunderte Millionen von Dollar investiert haben, um herauszufinden, wo Öl zu finden ist», sagte der Mitarbeiter einer Firma für Computer-Sicherheit, Ed Skoudis, der Zeitung. «Der Hacker, der diese Daten stiehlt, spart sich Unsummen von Geld.»

    Bislang sei nicht sicher, inwieweit China in diese Vorfälle verwickelt sei. Allerdings führe mindestens eine Spur dorthin. Die Zeitung erklärte unter Berufung auf einen Sicherheits-Mitarbeiter einer der betroffenen Firmen, dass Daten aus den USA an einen Computer in China geleitet worden seien.

    Das Spionageverfahren sei besonders ausgetüftelt, sagte ein Ermittler. «Der Hacker lässt sich nicht leicht abschütteln», so zitiert ihn das Blatt. «Er arbeitet nicht mit einem gewöhnlichen Virus. Wir haben es noch nie mit so einer cleveren und hartnäckigen Art (der Computerspionage)zu tun gehabt.» Der Datendieb arbeite unter anderem mit maßgefertigten Spionageprogrammen, die von Antiviren-Programmen nicht entdeckt werden könnten.

    Die USA haben China in letzter Zeit wiederholt der Spionage beschuldigt - unter anderem durch Attacken auf Computer-Netzwerke der USA. Chinesische Hacker hatten sich auf diesem Wege Zugang zum teuersten Waffenprojekt in der Geschichte des Pentagons verschafft und waren so an Detailpläne eines neuen Kampfflugzeugs gekommen. Vergangene Woche hatte ein Hacker-Angriff den Internetkonzern Google veranlasst, sein Engagement in China auf den Prüfstand zu stellen. Am Montag hatte Peking eine staatliche Verwicklung in die Hacker-Attacken als «grundlose Beschuldigung» zurückgewiesen. Ein Sprecher des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie verteidigte außerdem die Zensur des Internets.

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