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  • Börsengeflüster um T-Mobile USA beflügeln Aktie

    Bonn (dpa). Spekulationen um einen möglichen Börsengang der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom haben die Aktie des Unternehmens am Freitag beflügelt.

    Unter den DAX-Werten gehörte das Papier zum Handelsauftakt bei insgesamt schlechter Stimmung an den Aktienmärkten mit zeitweise plus 2 Prozent zu den wenigen Gewinnern. Der größte europäische Telekommunikationskonzern erwäge, seine Tochterfirma T-Mobile USA ganz oder teilweise an die Börse zu bringen, hatte zuvor das «Wall Street Journal» berichtet.

    Ein Sprecher der Deutschen Telekom in Bonn wollte zu den Gerüchten keine Stellung nehmen. Über das Schicksal der US-Tochter im Telekom- Konzern wird seit einiger Zeit heftig spekuliert. Das Unternehmen, das die Telekom vor zehn Jahren erworben hatte, entwickelte sich binnen weniger Jahren mit dem sprunghaften Wachstum der US- Mobilfunkbranche zu einer Konzernperle. Mit der Abschwächung des Wachstums und der unzureichenden Netzabdeckung kamen die Probleme.

    T-Mobile ist in den USA weiterhin mit gut 32 Millionen Kunden (September 2009) die weiterhin Nummer vier. Die Konkurrenten punkteten unter anderem durch Zusammenschlüsse und einem schnelleren Ausbau des UMTS-Netzes. So verlor T-Mobile nicht nur den Anschluss, sondern bald auch Kunden an die Wettbewerber.

    Inzwischen haben die Bonner aber mit milliardenschweren Investitionen das Netz modernisiert und ausgebaut. Dies ist mit der Verbreitung des mobilen Internets auch dringend nötig. Obermann sieht die US-Tochter auf gutem Kurs: In den ersten drei Quartalen 2009 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 16,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von rund 14 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich um knapp 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar.

    Seit Jahren werden in der Branche immer wieder verschiedene Szenarien zur Stärkung von T-Mobile in den USA diskutiert. Neben einem Börsengang gehören hierzu auch Übernahmen und Joint Ventures. Im September 2009 hatten sich die Großbritannien die schwächelnde Telekom-Mobilfunktochter mit der französischen Orange zusammengetan. Dies gab den Spekulationen über die Zukunft des Geschäftes in den USA neue Nahrung.

    Ob sich Telekom-Chef René Obermann ernsthaft zu einem Börsengang durchringt, gilt in Expertenkreisen keineswegs als ausgemacht. Selbst das «Wall Street Journal» schrieb, dass eine Abspaltung noch längst nicht klar sei. Auch ein Teilbörsengang sei eine Option. «Angesichts der Situation auf dem US-Markt würden wir es als normalen Prozess ansehen, wenn sich die Deutsche Telekom Gedanken über mögliche Optionen für T-Mobile USA macht», sagte Telekom-Analyt Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg.

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