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    BerlinVerschollen geglaubte Fotos von Dennis Hopper

    Dennis Hopper war «Easy Rider» - Kultfigur der 68er Jahre, Hollywood-Rebell, Schauspieler, Regisseur, Autor und Maler, aber auch ein begnadeter Fotograf.

    Hopper-Ausstellung
    Marin Hopper, die Tochter von Dennis Hopper, im Martin-Gropius-Bau in Berlin.
    Foto: Stephanie Pilick - DPA

    Eine lange verschollen geglaubte Fotosammlung des Künstlers ist jetzt erstmals seit 40 Jahren wieder zu sehen. Die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau lässt mit ihren mehr als 400 Originalabzügen die wilden Umbruchzeiten im Amerika der 60er Jahre wieder lebendig werden.

    «Es ist, als würde mein Vater diese Geschichte nochmal selbst erzählen», sagte Tochter Marin Hopper am Mittwoch vor der Eröffnung der Ausstellung «The Lost Album». Als Nachlassverwalterin und Partnerin des Projekts war sie eigens nach Deutschland gekommen.

    Die sehr persönlichen, kleinformatigen Aufnahmen zeigen alle Größen der damaligen künstlerischen US-Avantgarde - von Andy Warhol über Robert Rauschenberg bis Paul Newman und Jane Fonda. Daneben gibt es liebevolle Familienbilder, poetische Studien aus den dunklen Winkeln der US-Städte und immer wieder Eindrücke von mexikanischen Stierkämpfen. Es sind kleine, abgegriffene Abzüge auf Karton, die im Gropius-Bau in extra angefertigten Plexiglas-Kästen angeordnet sind.

    «Sie sind echt Vintage - mit Flecken und Dellen und abgestoßenen Ecken», sagt die Kuratorin Petra Giloy-Hirtz, die den Schatz im vergangenen Jahr in fünf verstaubten Nachlass-Kartons wiederentdeckt hatte. Hopper (1936-2010) hatte die Abzüge aus seinem riesigen Fundus selbst für eine Ausstellung ausgesucht, die 1970 und 1971 in den USA gezeigt wurde. Danach verschwanden sie mit anderem Hausrat irgendwo in einem Keller, bis die Kuratorin bei der Recherche für ein Fotobuch wieder darauf stieß. «Christbaum-Schmuck» stand auf einer Kiste.

    «Es ist eine kleine Sensation, dass wir die Ausstellung hier zeigen können», sagte Museumsdirektor Gereon Sievernich. Nach Hoppers Notizen, alten Ausstellungsfotos und Beschreibungen wurden das damalige Hängesystem und die Auswahl rekonstruiert. Und auch wenn es von vielen Hopper-Fotos Abzüge gibt, so wurden laut Sievernich Dreiviertel der jetzt gezeigten Bilder bisher noch nicht veröffentlicht.

    Sehr viel erzählen die Fotos auch von dem Künstler selbst. Nach seinen ersten Erfolgen in den James-Dean-Klassikern «...denn sie wissen nicht, was sie tun» (1955) und «Giganten» (1956) war Hopper mit seiner rüden Art in Hollywood nach und nach in Ungnade gefallen. Von 1961 bis 1967 war Fotografieren für ihn die einzige Art, sich künstlerisch auszudrücken. Erst danach ging es mit der Arbeit am Kultfilm «Easy Rider» schlagartig nach ganz oben, bis wenige Jahre später ein Absturz in Alkohol und Drogen folgte. «Mit diesen Bildern habe ich keinen Cent verdient», schrieb er einmal. «Sie haben mich Geld gekostet, aber am Leben erhalten.»

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