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    Silberhochzeit in der „Lindenstraße“

    Joachim Hermann Luger spielt seit über 30 Jahren den Hans Beimer in der „Lindenstraße“. Jetzt feiert Helgas „Ex“ Silberhochzeit mit Anna. Seit Hans an Parkinson erkrankt ist, sieht Luger die Rolle als besonders herausfordernd - und manchmal auch belastend.

    Lindenstraße
    Irene Fischer und Joachim Hermann Luger haben Grund zum Feiern.
    Foto: Britta Pedersen - dpa

    Köln (dpa) - Silberhochzeit in der „Lindenstraße“: Hans Beimer (Joachim Hermann Luger) und Anna Ziegler (Irene Fischer) sind seit 25 Jahren verheiratet. „Kaum zu glauben, dass das schon so lange ist“, meint der 73-jährige Luger und lacht.

    Bis die Zuschauer Hans' Beziehung zu Anna akzeptierten, sei es „ein langer und steiniger Weg“ gewesen. Denn viele Fans konnten Hans zunächst nicht verzeihen, dass er seine Helga verlassen hatte. Wildfremde Leute hätten ihn damals auf der Straße beschimpft, erinnert sich Luger im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

    Als Urgestein der „Lindenstraße“ ist Luger seit der ersten Folge 1985 dabei. Hans und Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) bildeten mit ihren drei Kindern anfangs die Traumfamilie in der ARD-Serie - doch von Schicksalsschlägen gebeutelt zerbrach das Idyll. Hans heiratete Anna und Helga den Erich (Bill Mockridge), den die Macher allerdings zum 30-jährigen Serienjubiläum sterben ließen. „Es gibt immer noch Zuschauer, die sich wünschen, dass Hans nochmal zu seiner „Taube“ zurückkehrt - was ich persönlich völlig unsinnig finde“, sagt Luger. Jedoch halte die immer wieder aufflackernde Rivalität zwischen Anna und Helga natürlich die Spannung aufrecht. Die Silberhochzeit wird in den nächsten Folgen der Serie jedoch nicht thematisiert.

    Momentan empfinde er die Rolle des Hans als besonders herausfordernd. Denn Hans leidet seit zwei Jahren an Parkinson. „Das ist eine Erkrankung, die eigentlich dem, was ein Schauspieler tut, entgegensteht: Sie verändert Sprache, Gestik und Mimik - und das sind ja nun gerade die drei Ausdrucksmittel, die ein Schauspieler braucht. Das ist schon manchmal problematisch.“

    Wenn Luger nicht für die „Lindenstraße“ dreht, spielt er nach wie vor Theater. Und auch privat habe er viel zu tun, erzählt Luger. Seit kurzem ist er stolzer Großvater - sein ältester Sohn hat Zwillinge adoptiert. Luger wohnt seit Jahrzehnten in Bochum, hat sich aber in seiner alten Heimat Berlin eine Wohnung gekauft und verbringt mit seiner Frau dort mehrere Wochen im Jahr. Bei schönem Wetter schwingt er sich gerne aufs Motorrad.

    Zudem engagiert sich der Schauspieler seit vielen Jahren für Menschen mit Down-Syndrom. „Ich habe schon von klein auf Kontakt mit behinderten Kindern gehabt, etwa in der Schule. Darum ist es mir völlig unverständlich, dass es in der Gesellschaft auch heute noch oft Berührungsängste im Umgang mit Menschen mit Behinderungen gibt.“

    Dieses Thema begleitet ihn auch in der „Lindenstraße“ seit langem, denn Hans und Anna haben einen Sohn mit Down-Syndrom. Und gerade aktuell gibt es in der Serie einen weiteren Handlungsstrang dazu: Die schwangere Angelina (Daniela Bette) hat erfahren, dass ihr Kind vielleicht behindert ist und will es deshalb abtreiben lassen.

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