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    UnterföhringRichterin Barbara Salesch will lieber malen

    Nach zwölf Jahren im deutschen Fernsehen macht Richterin Barbara Salesch Schluss mit ihrer Gerichtsshow. «Nach über zwölf Jahren habe ich entschieden, dass das "Abenteuer" Fernsehen Ende des Jahres für mich zu Ende geht», sagte Salesch nach Angaben von ProSiebenSat.1 am Freitag in Unterföhring bei München.

    Richterin Barbara Salesch
    Gehen, wenn's am schönsten ist: Barbara Salesch hört mit ihrer Gerichts-Show auf.
    Foto: DPA

    «Man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist - und genau das tue ich jetzt.» Salesch ist nach Senderangaben Deutschlands dienstälteste TV-Richterin und war vor mehr als einem Jahrzehnt die Erste, die mit einer täglichen Gerichtsshow im Privatfernsehen startete. Schon vorher hatte es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Gerichtssendungen gegeben, Salesch aber löste damit einen Boom aus. Im Mai wurde die 2000. Sendung auf Sat.1 ausgestrahlt.

    «Als ich im Frühjahr 1999 als Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg angesprochen wurde, ob ich die Sendung machen wolle, schienen mir 100 Folgen schon viel», sagte die 61-jährige Salesch. Die Sendung begann einst als echte Gerichtsverhandlung im Fernsehen. Unvergessen ist der Streit um Maschendrahtzaun und Knallerbsenstrauch, dem Stefan Raab damals ein musikalisches Denkmal setzte.

    Erst später wurde Salesch Vorsitzende eines fiktiven Strafgerichts und urteilte über spektakulärere Fälle und Laien-Darsteller. Dieses aus den USA kopierte Format wurde fortan auch von anderen Privatsendern übernommen. «Barbara Salesch hat mit ihrer täglichen Sendung TV-Geschichte geschrieben», sagte der Vorstand von ProSiebenSat.1 TV, Andreas Bartl, laut Mitteilung.

    Voraussichtlich Ende Oktober wird nun die letzte Episode von «Richterin Barbara Salesch» aufgezeichnet. Bis Ende des Jahres werde Salesch dann noch im Fernsehen zu sehen sein, wie ein Sprecher sagte. Und auch danach soll es programmatisch ähnlich weiter gehen. «Die Programmfarbe bleibt erhalten.»

    Die langjährige Richterin selbst hat sich für die Zukunft ganz andere Projekte vorgenommen: Sie will vor allem als Malerin arbeiten und hat ein Kunststudium in Bad Reichenhall begonnen. Auf ihre lange Zeit auf der Richterbank blickt sie mit Freude zurück: «Mein letztes Urteil lautet also: Es war eine tolle Zeit.»

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