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    LondonQueen bekommt weniger Geld

    «Amused» oder nicht - Queen Elizabeth II. muss den Gürtel enger schnallen. Die britische Regierung kürzt die staatlichen Zuwendungen für den königlichen Haushalt bis zum Jahr 2015 um rund 9 Prozent auf rund 35 Millionen Pfund (38,6 Millionen Euro) pro Jahr.

    Königin Elizabeth
    Der Queen werden die Bezüge gekürzt.
    Foto: DPA

    Das teilte das Finanzministerium mit. Das neue Gesetz sei ein Kompromiss, sagte Schatzkanzler George Osborne. «Es wägt zwischen dem Interesse ab, dass unsere Königin ordentlich finanziert wird, um ihre öffentlichen Pflichten zu erfüllen und dem Interesse des Steuerzahlers, der Rechenschaft und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis fordert», betonte er.

    Die Finanzierung des Königshauses, das den Großteil seiner Einnahmen aus eigenen Geschäften erwirtschaftet, ist in Großbritannien ein gerne diskutiertes Thema. Zuletzt war Thronfolger Prinz Charles in die Schusslinie geraten, nachdem er seine Ausgaben auf Kosten des Steuerzahlers im vergangenen Jahr deutlich gesteigert hatte. Auch sein Bruder, Prinz Andrew, der Außenhandelsbeauftragter der britischen Regierung ist, steht heftig in der Kritik. Der macht den Job zwar ehrenamtlich, verursachte aber hohe Reisekosten- und Spesenrechnungen. Kritiker stellen in Frage, ob die Gegenleistung des Prinzen angemessen ist.

    Bisher gibt der Staat dem Königshaus aus mehreren verschiedenen Quellen Geld. Dazu gehören die sogenannte Civil List zur Finanzierung der laufenden Kosten, ein Zuschuss für die Reisekosten als Staatsoberhaupt und ein Zuschuss für den Erhalt der königlichen Paläste sowie für Information und Kommunikation. Dies wird nun nach Angaben des Ministeriums auf einen einzigen, größeren Zuschuss konzentriert. Die Maßnahme sei mit dem Palast abgesprochen, hieß es.

    Der neue Zuschuss soll 15 Prozent dessen betragen, was die Crown Estates - im Staatsbesitz befindliche königliche Güter - an Überschuss erwirtschaften. «Das schwankt, aber in den ersten Jahren sind es rund 35 Millionen Pfund», sagte Osborne.

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