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    New YorkNew Yorker lieben Kunst - und zahlen gern dafür

    Für die New Yorker Straßenkünstler ist James Rizzi noch lange nicht tot.

    'Kunst ist cool' - Die New Yorker lieben Kunst
    Ein Maler vor New Yorks Metropolitan Museum of Art.
    Foto: Chris Melzer - DPA

    Der international gefeierte Star, vor ein paar Jahrzehnten noch ein unbekannter Maler auf den Straßen Manhattans, starb zwar im Dezember völlig überraschend. Doch die jungen und manchmal auch nicht mehr ganz so jungen Maler vor dem Metropolitan Museum of Art eifern ihrem Idol weiter nach: Bunt, kantig, witzig sind ihre Bilder - genau wie New York. Etwas weiter wird moderne Kunst für Millionen Dollar verkauft. Auch wenn in Deutschland gerade documenta ist, New York ist weiter so etwas wie die Hauptstadt der Kunst - und des Kunsthandels.

    «Kunst ist cool!», sagt Alexander Gilkes. Der Mitbegründer der Onlinegalerie «Paddle8» sieht das Interesse für Bilder und Plastiken, Installationen und Fotos als ungebrochen. «Die großen Stars sind eine sichere Sache. Wer die nur als Geldanlage will, kann kaum etwas falsch machen», sagt der Engländer. «Aber Kunst ist ja eben nicht nur Investition, es ist dazu noch ein wunderbarer Bestandteil unseres Lebens.» So könnten die fast 120 Millionen Dollar, für die im Mai Edvard Munchs Bild «Der Schrei» verkauft wurden, rational erklärt werden: «Das Geld ist als Kunstwert noch da und macht dabei auch noch Freude.»

    Aber was hat die Szene davon, erst recht die kleinen Künstler? «Es ist ein Sogeffekt», erklärt Gilkes. «Die Superstars ziehen die Aufmerksamkeit auf die Kunst, und das sorgt für ein breites Interesse.» Die Galerien würden helfen und seien ständig auf der Suche nach neuen Künstlern und frischer Ware - schließlich sei das ihr Geschäft. Und sie stoßen auf offene Ohren, sagt er: «Die Leute sagen sich: Hey, einen Van Gogh kann ich mir nicht leisten, aber ein Original über der Couch sollte es schon sein. Davon profitieren dann auch die kleinen Künstler, die Bilder für ein paar Hundert Dollar oder sogar noch weniger verkaufen.»

    Dabei ist das große Geld da, ist Tobias Meyer überzeugt. Der Chefauktionator von Sotheby's hatte den «Schrei» für den Rekordwert verkauft - trotz Gerede über Krise und Sparhaushalte. «Der Kunstmarkt ist von der übrigen wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt. Die Sammler haben das Geld und warten oft nur auf eine passende Gelegenheit.» Zudem gebe es ganz neue Käuferschichten, etwa aus Indien und China, Brasilien und Mexiko.

    Bleibt zu fragen, ob mit virtuellen Welten aufgewachsene Menschen noch ein Interesse an Originalen haben. Wird die Generation Facebook noch Bilder oder Plastiken kaufen? Für Aditya Julka, mit Gilkes Gründer von «Paddle8», ist die Frage keine Frage: «Wir sehen gerade bei jüngeren Leuten einen Hang zur Kunst. Wer den ganzen Tag auf den Bildschirm starrt, will offenbar dann wenigstens abends unter etwas sitzen, was er ein Original nennen kann.»

    Sotheby's New York

    Paddle 8

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