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    StockholmKönigin Silvia gegen Verharmlosung von Haschisch

    Schwedens Königin Silvia wendet sich gegen die Einstufung von Haschisch als harmlos.

    Königin Silvia
    Königin Silvia macht sich dafür stark, dass junge Leute in eine Sucht hineingleiten.
    Foto: Jochen Lübke - DPA

    In einem Interview mit der Stockholmer Zeitung «Svenska Dagbladet» meinte die 67-jährige Regentin und gebürtige Heidelbergerin: «Wenn man sagt, dass Haschisch oder Cannabis weiche Drogen sind, dann missverstehen die Kinder das und glauben, das sei ungefährlich. Aber der nächste Schritt ist nicht weit. Das müssen die Eltern begreifen.»

    Sie sei generell gegen die Unterteilung in «harte» und «weiche» Drogen, sagte die Königin. Sie äußerte sich als Gründerin der Organisation «Mentor» zur Vorbeugung von Alkohol- und Drogenkonsum bei Jugendlichen und berichtete dabei auch über persönliche Erfahrungen.

    Als Eltern dreier längst erwachsener Kinder habe sie mit König Carl XVI. Gustaf (65) genau dieselben Entscheidungen treffen müssen wie alle anderen auch, sagte Silvia: ab wann die Prinzessinnen Victoria (jetzt 34 und schwanger) und Madeleine (29) sowie Prinz Carl Philip (32) denn auch «ein Glas Wein» mittrinken durften.

    Sie habe die Eltern von Freunden der Kinder angerufen und nach deren Strategie gefragt, berichtete die Königin. «Es gab dann 'mal ein Gläschen. Danach wieder Coca Cola.»

    Als größtes Problem bei der Lösung dieser Probleme bezeichnete sie den Zeitmangel von Eltern, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen, und dass diese zu früh in ein Erwachsenen-Dasein «entlassen» würden: «Viele Statistiken bezeugen Einsamkeit der Betroffenen. Sie sagen, dass sie keinen Kontakt zu Erwachsenen haben und niemandem, mit dem sie sprechen können.»

    Über die Drogenkultur während ihrer Zeit als junge Frau in Deutschland sagte die schwedische Königin: «Ja, das war die "Happy-Hippie-Time" in München. Als ich da studierte, war das die Zeit von Flower Power. Ich fand das schrecklich. Bei den Studenten konnte man dann auch merken, wie die unter Drogen standen. Und welches Elend das ausgelöst hat.»

    Interview-Äußerungen in «Svenska Dagbladet»

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