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    MarlGrimme-Preis: «Tatort» und «Circus HalliGalli» triumphieren

    Glückwünsche von Gauck, ein Ständchen von Elaiza und eine besondere Ehre für den «Tatort»: Mit einer großen Gala hat der Grimme-Preis seinen 50. Geburtstag gefeiert.

    50. Adolf-Grimme-Preis
    Michael Steinbrecher (M) überreicht Joko Winterscheidt (l) und Klaas Heufer-Umlauf den Preis in der Kategorie «Unterhaltung».
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Im Stadttheater von Marl standen am Freitagabend nicht nur die Preisträger im Mittelpunkt, es wurde auch auf das Gründungsjahr 1964 zurückgeschaut. Damals wurden die ersten fünf Bildschirmtrophäen für Qualitätsfernsehen verliehen. Reines Bildungsfernsehen stand zunächst im Vordergrund. Jahre später kamen Unterhaltung und Fernsehfilme dazu.

    50. Adolf-Grimme-Preis 2014 - Preisträger
    Harald Krassnitzer (l) und Adele Neuhauser haben Spaß.
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Im Jubiläumsjahr sind zwölf Auszeichnungen sowie einige Sonderpreise vergeben worden. Einen Grimme-Preis heimste der private Sender ProSieben für «Circus HalliGalli» ein. «Wenn Joko und Klaas so etwas früher gezeigt hätten, wären sie möglicherweise weggeschlossen worden», witzelte Marls Bürgermeister Werner Arndt über die originellen aber auch manchmal respektlosen Gags. Klaas Heufer-Umlauf sieht im ersten Grimme-Preis auch gleich seinen letzten.

    50. Adolf-Grimme-Preis
    Ein Preis für Jan Böhmermann («Neo Magazin»).
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Der «Tatort» räumte gleich doppelt ab. Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser holten mit der österreichische Folge «Angezählt» (ORF) den siebten Grimme-Preis in der vier Jahrzehnte langen «Tatort»-Geschichte. Der Deutsche Volkshochschulverband als Preisstifter zeichnete die Krimireihe den «Tatort» zudem mit der «Besonderen Ehrung» aus.

    50. Adolf-Grimme-Preis 2014 - Preisträger
    Claudia Michelsen (l) und Lars Eidinger.
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Die passenden Soundtrack gab es dazu: Filmkomponist Klaus Doldinger spielte gemeinsam mit seiner Band Passport seine Tatort-Titelmelodie. Außerdem trat während der zweieinhalbstündigen Gala die ESC-Hoffnung Elaiza auf: Die drei Frauen gaben ihren Hit «Is It Right» zum Besten, mit dem sie im Mai beim Finale in Kopenhagen antreten.

    Sonneborn
    Einer der fünf Preise in der Kategorie «Information und Kultur» ging an Martin Sonneborn.
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Bundespräsident Joachim Gauck betonte, wie auch immer die mediale Zukunft aussehen werde, die Frage nach der Qualität werde nicht obsolet sein. «Dass das Medium allein eben noch nicht die Botschaft ist, sondern dass es auf die Inhalte und deren Qualität ankommt - darauf immer wieder hinzuweisen, ist das Verdienst des Grimme-Preises und des Grimme-Institutes», sagte Gauck.

    50. Adolf-Grimme-Preis 2014 - Preisträger
    Jan Böhmermann betrachtet den Grimme-Preis.
    Foto: Henning Kaiser/dpa

    Zu Beginn des Abend waren sämtliche Preisträger und Ehrengäste im Blitzlichtgewitter über den roten Teppich ins Theater geschritten. Etwa die Schauspieler Florian Panzner und Ronald Zehrfeld, die für den Film «Mord in Eberswalde» (WDR) ausgezeichnet wurden. Claudia Michelsen und Lars Eidinger gewannen in der Kategorie «Fiktion» für den Film «Grenzgang» von WDR und NDR. Michelsen war zum zweite Mal hintereinander dabei. Bereits 2013 gewann sie mit «Der Turm».

    50. Adolf-Grimme-Preis 2014 - Preisträger
    Die Autorin Kathrin Rothe.
    Foto: Henning Kaiser - DPA

    Die zweite Ehrung im Bereich Unterhaltung neben «Circus HalliGalli» sicherte sich ZDFneo für die satirische Late-Night-Show «Neo Magazin». Je fünf weitere Preise verteilte die Grimme-Jury in den Kategorien «Fiktion» sowie «Information und Kultur». So wurde etwa Moderator Martin Sonneborn für seine Polit-Sendung «Sonneborn rettet die Welt» (ZDF/ZDFneo) ausgezeichnet.

    Grimme-Preisträger 2014
    Das Moderatoren-Duo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gehört zu den zwölf Grimme-Preisträgern 2014.
    Foto: Marius Becker - DPA

    Im kommenden Jahr geht der Grimme-Preis in eine neue Ära. Grimme-Direktor Uwe Kammann geht ebenso wie Grimme-Preis-Chef Ulrich Spies in Pension. Für Kammann steht mit der Medienexpertin Frauke Gerlach bereits eine Nachfolgerin fest. Zuletzt stand sie dem Aufsichtsgremium der Landesanstalt für Medien in NRW vor. Wer Spies ablösen wird, ist noch unklar.

    Die Ehrungen

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