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    HamburgFunkes «Reckless» feiert Premiere in Hamburg

    Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen des neuen Cornelia-Funke-Bestsellers «Reckless. Steinernes Fleisch» haben ihre Romanhelden bereits Einzug in die Theaterwelt gehalten.

    'Reckless.Steinernes Fleisch'
    Felix Knopp als "Jacob Reckless", Christina Geisse als "Fuchs" und Christoph Tomanek als "Händler" (vl) im Thalia-Theater Hamburg.

    Das Thalia Theater in Hamburg, in der die inzwischen in den USA lebende Schriftstellerin viele Jahre wohnte, zeigt Funkes neue Bücherwelt - das Märchenreich hinter dem Spiegel, wo seltsame Steinwesen um die Macht kämpfen. Im Mittelpunkt: die beiden ungleichen Brüder Jacob und Will Reckless, von denen der eine auszieht, den anderen zu retten. Die Hamburger Premiere, die wenige Tage nach der Uraufführung am Staatsschauspiel Dresden folgte, erntete am Mittwochabend viel Applaus, aber auch vereinzelte Buhrufe.

    Erfolgsautorin Funke («Tintenherz», «Herr der Diebe») hatte die Verwertungsrechte für den Stoff getrennt, so dass «Reckless» bereits vor einer Filmversion auf die Bühne gebracht werden konnte. Die Konkurrenz darum unter den deutschen Theater war groß - Dresden bekam den Zuschlag. Für die Hamburger Inszenierung zeichneten Regisseur Marco Štorman und Dramaturgin Susanne Meister verantwortlich.

    Erzählt wird die Geschichte von Jacob, der schon als Kind die magische Welt hinter dem Spiegel entdeckt, in der die Märchen der Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm Wirklichkeit sind. Will, so ganz anders als sein Bruder und sich selbst darüber lustig machend, wie wenig doch der Name «Reckless» (verwegen) zu ihm passt, folgt Jacob in diese Welt und gerät in Gefahr. Denn im Reich hinter dem Spiegel kämpfen die Goyl, die merkwürdigen Steinwesen, um die Macht. Als Will von einem Goyl verletzt wird, beginnt auch in ihm das Steinerne Fleisch zu wachsen. Jacob, seine Gefährtin Fuchs (Christina Geiße) und Wills Freundin Clara (Nadja Schönfeldt) suchen Hilfe bei den Feen, nur sie können Will retten.

    Es sind am Ende der anderthalbstündigen Aufführung vor allem die Schauspieler, die den Beifall des Publikums ernten - allen voran die überzeugenden Reckless-Brüder. Unterdessen mischten sich in den Applaus für das Inszenierungsteam vereinzelte Buhrufe. Der gelegentliche Wechsel zwischen Schauspiel und Erzählpassagen mag bisweilen verwirrend und störend gewesen sein. Manche Zuschauer, insbesondere die jüngeren, dürften einige Gewaltszenen in dem «Familienstück für alle ab 10» verschreckt haben. Starke Nerven sind in der düsteren Spiegel-Welt ohnehin gefragt, etwa wenn der mörderische Schneider seine Kleider aus Menschenhaut anfertigt. Gelungene Humoreinlagen sorgten indessen für befreiendes Auflachen.

    www.thalia-theater.de

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