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    Buenos AiresEva Perón jetzt auch im Zeichentrickfilm

    Bannerträgerin der Armen, spirituelle Chefin der Nation, für manche sogar eine Heilige - Eva Perón (1919-1952) wiegt schwer in der argentinischen Geschichte.

    Eva Peron jetzt auch im Zeichentrickfilm
    Eva Perón ist und bleibt in Argentinien eine Heldin.
    Foto: Azpeitia Cine / Illusion Studios/HO - DPA

    Eva Peron jetzt auch im Zeichentrickfilm
    Eva war die zweite Ehefrau des einstigen Präsidenten Juan Domingo Perón.
    Foto: Azpeitia Cine / Illusion Studios/HO - DPA

    Man hat nicht nur tausendundeinen Namen gefunden - nicht alle wohlwollend -, sie wird jetzt sogar zur Hauptperson eines Zeichentrickfilms, der jetzt in Argentinien Premiere hat.

    «Eva de Argentina» (Eva von Argentinien) ist nicht der erste Film, der sich der zweiten Ehefrau des Präsidenten Juan Domingo Perón widmet, der das südamerikanische Land von 1946 bis 1955 und von 1973 bis zu seinem Tod 1974 regierte. Aber im Gegensatz zu früheren Verfilmungen ihrer Lebensgeschichte, etwa von Eduardo Mignona (1984) und Juan Carlos Desanzo (1996) oder Alan Parkers «Evita» mit Madonna in der Hauptrolle (ebenfalls 1996), kommt sie nun erstmals in einem Zeichentrickfilm auf die Leinwand.

    «Die Geschichte Eva Peróns wurde schon oft erzählt. Wie soll man sie erzählen? Die Wahl des Zeichentrickfilms hat uns erlaubt, eine Metapher zu verwenden, um über die Leidenschaft, die Treue, den Hass, die Rache und das politische Engagement zu sprechen, die sie auszeichneten und deren Objekt sie auch wurde», sagte die Regisseurin María Seoane bei der Vorstellung des Projektes in Buenos Aires.

    Sie erinnerte daran, dass das Leben der Eva Perón nur zwischen 1943 und ihrem Todesjahr 1952 wirklich dokumentiert sei. «Alles, was man sonst über sie weiß, stammt von anderen», sagte Seoane, die zusammen mit Carlos Castro und Graciela Maglie das Drehbuch schrieb. Diese «von anderen erzählte Geschichte» war für die Filmemacher der Grund, dass Evita im Zeichentrickfilm keine Synchronstimme bekommt, sondern ausschließlich Eva Perón im O-Ton eingespielt wird. «Ich wollte Eva nicht fiktionalisieren. Wo schon so viele über sie sprachen, wollte ich, dass sie selbst spricht», sagte Seoane.

    «Eva de Argentina» erzählt das Leben Eva Peróns von ihrer Kindheit in dem Dorf Los Toldos als uneheliche Tochter bis zur Odyssee ihres einbalsamierten Leichnams, der von den Militärs geraubt wurde, die Perón 1955 stürzten. Zwischen diesen beiden Extremen ihres Lebens kommt der Film auf ihre ersten Schritte als Schauspielerin zu sprechen, auf ihre Begegnung und Liebe auf den ersten Blick mit General Perón, die Verachtung, mit der das argentinische Großbürgertum sie strafte, ihr soziales Engagement an der Spitze der Stiftung Eva Perón und den Krebs, der sie mit 33 tötete. Wenngleich der Film zum größten Teil aus Zeichentrick besteht, schließt er einige kleine Dokumentarfilmszenen ein.

    Der Film ist um vier zentrale Figuren aufgebaut: Eva und Juan Perón, der Journalist und Schriftsteller Rodolfo Walsh (1927-1977) und eine fiktive Person namens Juan Pueblo. Walsh fungiert auch als Erzähler. «Wir haben alle Drehungen und Wendungen der Geschichte Evas berücksichtigt. Wir lassen nichts Wichtiges aus. Dies ist keine historische Fiktion», sagte die Regisseurin, die als Journalistin in Argentinien auch mit verschiedenen Büchern bekannt wurde.

    Die Zeichnungen des Films stammen von dem kürzlich verstorbenen Francisco Solano López, der in Argentinien vor allem mit der Comicserie «El Eternauta» (Der Äthernaut) unvergesslich bleibt. Die Filmmusik stammt von dem Musiker und Komponisten Gustavo Santaolalla, der 2006 und 2007 mit «Brokeback Mountain» und «Babel» jeweils den Oscar für die beste Filmmusik gewann.

    «In meinen Jugendjahren spürte ich den Drang, mich zu politisieren, und die Figur der Eva Perón war sehr wichtig», erinnerte sich Santaolalla. «Als María mir erzählte, dass der Film Zeichnungen von Solano López haben wird und die Geschichte von Walsh erzählt würde, war ich sofort sehr angetan». Santaolalla findet es gut, dass der Film unter keinem ideologischen Banner segelt. «Er ist für jeden interessant, unabhängig von seinem ideologischen Background», sagte er.

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