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    Ein Leben wie ein Film: Elizabeth Taylor ist tot

    Los Angeles/New York (dpa) - Hollywood hat einen seiner letzten großen Stars verloren: Die Schauspielerin und Leinwand-Ikone Elizabeth Taylor ist tot. Die zweifache Oscar-Preisträgerin starb am Mittwoch im Alter von 79 Jahren in einer Klinik in Los Angeles, wie ihre Agentin mitteilte.

    Als Todesursache wurde Herzversagen angegeben. Freunde und Kollegen reagierten mit Trauer und Bestürzung. Fans schmückten Taylors Stern auf dem Hollywood Walk of Fame mit Blumen und Abschiedsbriefen.

    Taylor hatte seit Jahren Gesundheitsprobleme und war in den vergangenen Monaten mehrfach im Krankenhaus. Sie galt als die letzte Diva des großen alten Hollywood. In ihrer mehr als 50-jährigen Karriere drehte sie mehr als 50 Filme. Zu den bekanntesten gehören «Die Katze auf dem heißen Blechdach», «Kleopatra» und «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?». Taylor führte acht Ehen, gleich zweimal heiratete sie den Schauspieler Richard Burton (1925-1984).

    Die in London geborene Taylor hatte schon als Zehnjährige eine erste Hauptrolle in einem «Lassie»-Film. Später spielte sie in einigen der erfolgreichsten Filme der Hollywood-Glanzzeit der 50er und 60er Jahre mit. Taylor wurde für ihre Schönheit und ihr Talent gepriesen. Seit dem Aidstod ihres Schauspielerkollegen Rock Hudson 1985 engagierte sie sich aber etwa auch beim lange Zeit heiklen Thema HIV. Im Jahr 2000 erhob die britische Königin Elizabeth II. Liz Taylor in den Adelsstand - für ihre Arbeit als Schauspielerin und ihren Kampf gegen Aids. «Dame Elizabeth» war britische und US-amerikanische Staatsbürgerin.

    Statt um Blumen bat ihre Familie um Spenden für Taylors Aids-Stiftung. Nach Angaben einer Sprecherin starb Taylor «friedlich» im Cedars-Sinai Hospital. Ihre vier Kinder waren in den letzten Stunden bei ihr. Sie hatte zwei Söhne aus der Ehe mit dem Schauspieler Michael Wilding, eine Tochter aus der Ehe mit dem Produzenten Michael Todd und eine 1964 adoptierte Tochter. Taylor hat zehn Enkel und vier Urenkel.

    «Meine Mutter war eine sehr außergewöhnliche Frau, die das Leben voll ausgekostet hat, mit viel Leidenschaft, Humor und Liebe», erklärte ihr Sohn Michael Wilding junior am Mittwoch. «Ihr Vermächtnis im Film, ihr Erfolg als Geschäftsfrau und ihr tapferer und unermüdlicher Kampf gegen HIV/Aids machen uns alle unglaublich stolz.» Die Welt sei durch Elizabeth Taylor besser geworden. «Ihr Vermächtnis wird nie vergehen, ihr Geist wird immer bei uns sein und ihre Liebe wird für immer in unseren Herzen leben.»

    Viele Prominente drückten ihre Trauer aus. «Wir haben einen Hollywood-Giganten verloren», sagte der Sänger Elton John. «Aber was noch wichtiger ist, wir haben einen wunderbaren Menschen verloren.» Die amerikanische Schauspielerin Jane Fonda würdigte ihre Kollegin: «Elizabeth war in jeder Hinsicht ein Mensch. Warmherzig, großzügig und tapfer.» Die frühere First Lady Nancy Reagan betrauerte den Tod einer «lieben Freundin». Popstar Mariah Carey nannte Taylor eine «alles überragende Legende die ewig weiterleben wird»

    Der Sänger George Michael schwärmte laut BBC für die berühmten Augen Taylors. «Elizabeth Taylor war die letzte wahre Hollywoodgröße, eine unfassbar charmante Frau», sagte Michael. «Sie hat in den vergangenen 25 Jahren auch sehr viel getan, um der Welt beim Umgang mit der HIV-Epidemie zu helfen.»

    Die Popsängerin Kylie Minogue beschrieb Taylor als Diamanten, der weiterleuchten werde. Schauspielkollegin Joan Collins sagte laut BBC: «Ich bin so furchtbar traurig über den Tod von Elizabeth Taylor. Sie war die letzte wahre Hollywood-Ikone, eine große Schönheit, eine großartige Schauspielerin und faszinierte die Welt ihr ganzes stürmisches Leben und ihre Karriere lang.»

    Die US-Schauspielerin und Moderatorin Whoopi Goldberg lobte Taylors «derben» Sinn für Humor. Taylor sei «ein wichtiger Teil» ihres Lebens gewesen. Der frühere CNN-Talkshow-Moderator Larry King, der Taylor mehrfach interviewte, schrieb bei Twitter: «Wenn sich Elizabeth einem Kampf widmete, dann tat sie es 100-prozentig. Sie war der erste große Star im Kampf gegen Aids und sie machte das zu ihrer Aufgabe...»

    Taylor war bereits im Oktober 2009 wegen Herzproblemen behandelt worden. Nach einem Eingriff an einer Herzklappe teilte sie damals mit: «Es ist, als ob ich eine ganz neue Pumpe habe.» Vor sechs Wochen kam sie wieder ins Krankenhaus. «Sie hat seit vielen Jahren unter Herzproblemen gelitten», sagte ihre Sprecherin jetzt. «Obwohl es in letzter Zeit eine Reihe von Komplikationen gab, hatte sich ihr Zustand stabilisiert und es gab Hoffnung, dass sie nach Hause zurückkehren kann. Tragischerweise war das nicht der Fall.»

    Vor allem in den 80er Jahren machte die Diva mit Alkohol- und Medikamenten-Missbrauch Schlagzeilen. Übergewicht verstärkte die Probleme. Viele Jahre galt Taylor als eine der besten Freundinnen von Michael Jackson. Der frühe Tod des «King of Pop» im Sommer 2009 nahm die angeschlagene Schauspielerin sehr mit.

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