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    DüsseldorfDüsseldorfer Quadriennale: Kunst bis in die Kanaldeckel

    Kunst von den Dächern durch die Museen bis ins städtische Abwasserkanalnetz bietet die Düsseldorfer Quadriennale in den kommenden vier Monaten. 13 Museen und Ausstellungshäuser zeigen bei der dritten Auflage des Festivals Kunst von der Antike bis zur Gegenwart.

    Quadriennale Düsseldorf 2014
    Expeditionsräder der Künstler Nils Kemmerling und Axel Naß in Düsseldorf.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Der Kunstparcours unter dem Motto «Über das Morgen hinaus» startet offiziell an diesem Samstag und dauert bis zum 10. August.

    Der weiße Abgrund Unendlichkeit
    Kasimir Malewitsch, Schwarzes Quadrat, 1929.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Zugpferd ist die Schau «Kandinsky, Malewitsch, Mondrian - Der weiße Abgrund Unendlichkeit» in der Kunstsammlung NRW. Für die Ausstellung zur Bedeutung von Weiß in der Kunst hat die Kunstsammlung berühmte Meisterwerke der drei Abstraktionskünstler aus Museen der ganzen Welt ausgeliehen. Das Museum Kunstpalast stellt als zweites Flaggschiff der Quadriennale die Verbindung von Kunst und Alchemie her. Von ägyptischen Papyri des 3. Jahrhunderts bis in die moderne Kunst von Sigmar Polke und Yves Klein wird die Spur der geheimnisvollen Alchemie verfolgt.

    Der weiße Abgrund Unendlichkeit
    Marion Ackermann, künstlerische Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, in den Ausstellungsräumen.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Weitere Höhepunkte sind eine Ausstellung mit Werken der in Paris lebenden US-Konzeptkünstlerin Elaine Sturtevant in der Julia Stoschek Collection, eine bedrückende Schau in der Kunsthalle zur Überwachung der Menschen im Internet-Zeitalter sowie neue Licht- und Luftinstallationen des Zero-Künstlers Otto Piene im «Außenposten» der Quadriennale, der Langen Foundation in der ehemaligen Raketenstation Hombroich.

    Der weiße Abgrund Unendlichkeit
    «Pier und Ozean 4» (1914, l) und «Komposition mit Gitter 3: Rautenkomposition» (1918) von Piet Mondrian.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Vom Erfolg der Quadriennale 2014 hängt die Zukunft des ambitionierten Festivals ab. Angepeilt sind rund 250 000 Besucher - etwa so viele wie 2010. «Über die Zukunft der Quadriennale werden wir nach diesem Festival entscheiden», sagte Kulturdezernent Hans-Georg Lohe am Donnerstag.

    Der weiße Abgrund Unendlichkeit
    Wassily Kandinsky, Durchgehender Strich, 1923.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Die Kunst soll die Stadt von den Dächern bis in die Kneipen durchziehen. So erklingt zur Eröffnung am Freitagabend ein futuristisches Fanfarenkonzert von den Dächern von elf Museen. Der Klangkünstler Rochus Aust komponierte dafür eine Klanginstallation auf eigens erfundenen Instrumenten, die er «Quadraphone» nannte. Die Komposition wird auch über 40 Mini-Quadraphone in den Kanalschächten der Innenstadt zu hören sein. Dafür wurden Kanaldeckel speziell mit Abspielgeräten präpariert.

    Ausstellungsprogramm

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