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Redaktionshund Minnie vertritt den Leseranwalt und wünscht ein "Schönes Knochenende!"

Geht er etwa ohne mich Gassi? Trifft er sich gar mit einem anderen Hund? Wann kommt er nach Hause? – Manche meiner Artgenossen denken sich im Laufe eines Tages so sehr in Rage, dass sie ihrer wachsenden Anspannung ein Ventil geben müssen, indem sie Teppiche zerfetzen oder die Tapete von der Wand reißen.

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Hunde wie ich, die das Glück haben, ihr Herrchen mit ins Büro begleiten zu dürfen, haben derlei Sorgen nicht. Immer mehr Alphatiere unter den Menschen, genannt Chefs, haben nämlich erkannt, dass die Anwesenheit eines Hundes die Mitarbeiter nicht von der Arbeit abhält, sondern das Arbeitsklima aufhellt. Ich sage nur Streicheleinheiten ...

Klar, auch als Redaktionshund muss ich einige Spielregeln beachten. So habe ich gelernt, in der Redaktion keine Besucher anzubellen, es könnte schließlich der Pizzabote sein; oder dem Chef keinen eingespeichelten Knochen auf den Schoß zu legen, wenn mir in der Konferenz langweilig ist. Beste Resultate erziele ich stattdessen, seufzend mit eingezogenem Bauch durch den Redaktionsflur zu schleichen und eine besonders weichherzige Person mit Zärtlichkeiten zu überschütten. Sie wird mir hundertprozentig etwas von ihrem Schinkenbrötchen abgeben – und zwar nicht aus Mitleid, sondern aus reiner selbstloser Liebe. Meinen Titel als „Redaktionshund“ trage ich deshalb mit Stolz. Danke, Herrchen! Danke, Chef! In diesem Sinne: Schönes Knochenende!

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