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    Moskau/DonezkWas im Ukraine-Konflikt am Samstag wichtig war

    Von schwierigen Problemen im Ukraine-Konflikt spricht Kremlchef Wladimir Putin bei einem kurzfristig angesetzten Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Die beiden trafen sich in Moskau auf dem Regierungsflughafen Wnukowo-2, wo Hollande überraschend zwischengelandet war.

    Hollande und Putin
    Hollande dankte dem Kremlchef dafür, dass er kurzfristig Zeit gefunden habe.
    Foto: Maxim Zmeyev - DPA

    Es war ein neuer Versuch, die weitere Eskalation der Krise zu verhindern. So sieht die Entwicklung an den vielen Fronten des schwersten Konflikts seit Ende des Kalten Kriegs aktuell aus:

    Crisis in Ukraine
    In der von Kriegsschäden gezeichneten Ostukraine herrschen tiefe Minustemperaturen. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal.
    Foto: Photomig - DPA

    MOSKAU: Kremlchef Wladimir Putin und sein französischer Kollege François Hollande verlangen ein sofortiges Ende des Blutvergießens im Konfliktgebiet Ostukraine. Vor allem müsse die wirtschaftliche Isolierung der Regionen Donezk und Lugansk enden, damit sich dort ein normales Leben entwickeln könne, sagt Putin. Er warnt, dass im Fall einer weiteren Blockade die Ukraine das Gebiet niemals zurückerhalte.

    Verteidigungsminister Poltorak
    Der ukrainische Verteidigungsminister kündigte eine neue Teilmobilisierung an, um erschöpfte Soldaten im Kriegsgebiet auszuwechseln.
    Foto: Roman Pilipey - DPA

    OSTUKRAINE 1: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko regt bei einem Besuch in dem von Regierungstruppen kontrollierten Konfliktgebiet neue Friedensgespräche an. Sie sollen kommende Woche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sein. Der Tag stand zunächst nicht fest. Die prorussischen Separatisten erklärten sich aber grundsätzlich bereit zu Gesprächen - auch zu der für Dienstag (9. Dezember) geplanten Feuerpause.

    Zurück aus der Ostukraine
    Ukrainische Soldaten werden nach der Rückkehr aus dem Konfliktgebiet in Kiew gefeiert.
    Foto: Sergey Dolzhenko - DPA

    OSTUKRAINE 2: In den Regionen Donezk und Lugansk sterben am Samstag erneut mindestens vier Menschen durch Artilleriebeschuss. In dem von Kriegsschäden gezeichneten Konfliktgebiet herrschen tiefe Minustemperaturen. In vielen Orten gibt es keine Heizung und kein Gas. Wasserleitungen sind eingefroren, wie Medien berichten. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal.

    Gazprom
    Gazprom kassiert ukrainische Vorauszahlungen, setzt jedoch langfristig auf die Türkei als Gastransitland.
    Foto: Maxim Shipenkov - DPA

    UKRAINE: Ungeachtet der Friedensbemühungen kündigt der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak eine neue Teilmobilisierung an, um erschöpfte Soldaten im Kriegsgebiet auszuwechseln. Präsident Poroschenko übergibt am Tag der Streitkräfte neue Kriegstechnik, darunter 31 Panzer und rund ein Dutzend Hubschrauber. Sie seien für das Konfliktgebiet bestimmt. Mit Blick auf Russland meint Poroschenko, dass die ukrainische Armee heute in der Lage sei, gegen die «allergrößte Militärmacht auf dem Kontinent» vorzugehen.

    Prügelei in Winnyzja
    Auch im Westen des Landes ist die Lage alles andere als ruhig: In Winnyzja wurden vehement Neuwahlen gefordert.
    Foto: Yuri Basyuk - DPA

    ENERGIE: Angesichts wachsender Engpässe bei ihrer Energieversorgung überweist die Ukraine an Russland 378 Millionen US-Dollar Vorauszahlung für Gaslieferungen. Der russische Konzern Gazprom bestätigt die Buchung. Er will aber den seit Monaten geschlossenen Gashahn erst wieder aufdrehen, wenn der ukrainische Versorger Naftogas bis Ende Dezember einen Teil seiner Milliardenschulden begleicht.

    GAS: Gazprom beschließt wegen der Spannungen mit der EU im Ukraine-Konflikt eine neue Strategie: Demnach soll die Türkei künftig eine tragende Rolle als wichtigstes Gastransitland für Europa spielen. Die Ukraine hingegen soll als bisher wichtigstes Gastransitland für die EU bald in die Bedeutungslosigkeit fallen.

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