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    USA und Japan wollen Sicherheitsallianz verstärken

    Die Asien-Pazifik-Region ist für die Trump-Regierung von hoher Priorität. Das hat Pentagon-Chef Mattis dem Verbündeten Japan versichert. Nach kritischen Tönen von Trump Richtung Tokio kamen von Mattis lobende Worte: Japan sei ein Vorbild für andere Verbündete.

    Konflikt im Südchinesischen Meer
    China beansprucht große Seegebiete mit bedeutenden Fischgründen, Rohstoffvorkommen und Schifffahrtsstraßen.
    Foto: Philippinische Armee/Archiv - dpa

    Tokio (dpa). Die USA und Japan wollen ihre Sicherheitsallianz angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Nordkorea und der Spannungen mit China weiter verstärken.

    Zusammenstoß
    Ein Foto der vietnamesischen Küstenwache zeigt ein chinesisches Schiff, das Wasserkanonen gegen ein vietnamesisches Schiff einsetzt. Beide Länder streiten um Hoheitsrechte.
    Foto: Vietnamesische Küsten - dpa

    Die Allianz beider Länder sei „kritisch“, um sicherzustellen, dass die Region auch in den kommenden Jahren sicher bleibe, sagte US-Verteidigungsminister James Mattis nach einem Treffen mit seiner japanischen Kollegin Tomomi Inada in Tokio. Mattis war am Vortag nach Gesprächen in Südkorea, einem weiteren Verbündeten der USA in der Region, zum Abschluss seiner ersten Auslandsreise als neuer US-Verteidigungsminister in Japan eingetroffen.

    Woody Island
    Die Satellitenaufnahme zeigt mutmaßliche chinesische Raketenstellungen auf Woody Island, der größten Paracel-Insel.
    Foto: Imagesat International N.V/Archiv - dpa

    Zu China, das im Süd- und im Ostchinesischen Meer große Gebiete beansprucht und Militäranlagen auf Inseln und Riffen baut, sagte Mattis, die Freiheit der Schifffahrt sei „absolut“. Die USA sähen aber zurzeit „keinerlei Notwendigkeit für dramatische militärische Schritte“, erklärte der Pentagon-Chef auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner japanischen Kollegin Inada. Die Probleme seien „am besten durch Diplomaten“ zu lösen, sagte Mattis weiter.

    Protest gegen China
    Protest gegen China: Vietnamesen demonstrieren gegen die Territorialpolitik des großen Nachbarn im Norden.
    Foto: Luong Thai Linh/Archiv - dpa

    Angesprochen auf den Iran sagte Mattis, das Land sei der „größte Staatssponsor von Terrorismus in der Welt“. Dennoch sehe er zurzeit keine Notwendigkeit, „die Zahl der Streitkräfte, die wir in der Region haben, zu erhöhen“, sagte Mattis. Das US-Finanzministerium hatte am Vortag weitere Wirtschaftssanktionen gegen 25 iranische Personen und Einrichtungen verhängt. Die USA reagierten damit auf Tests einer Rakete und eines Marschflugkörpers der iranischen Streitkräfte. Der Iran reagierte erbost auf die neuen Sanktionen.

    Aufwendige Anlagen
    Aufwendige Militäranlagen am Chigua-Riff, das zu den umstrittenen Spratly-Inseln gehört.
    Foto: Philippinische Armee/Archiv - dpa

    Wie japanische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Tokio berichteten, versicherte Mattis zum Abschluss seiner zweitägigen Gespräche, dass die Allianz der beiden Länder die Verteidigung der von Japan beanspruchten Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer durch die USA einschließt. Japan streitet mit China um die Felseninseln, da Peking die Inseln ebenfalls für sich beansprucht. China bezeichnete Mattis' Worte als „falsch“.

    Philippinischer Soldat
    Ein philippinischer Soldat patrouilliert auf einer der umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer.
    Foto: Ritchie B. Tongo/Archiv - dpa

    Die in China Diaoyu genannten Inseln seien seit jeher Teil des chinesischen Territoriums, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking, wie die amtliche chinesische Agentur Xinhua meldete. Er forderte die USA auf, eine „verantwortliche Haltung“ einzunehmen und „falsche Äußerungen“ bezüglich der Inseln zu unterlassen. Die US-Seite solle es vermeiden, „die Angelegenheit komplizierter zu machen“ und für „Instabilität“ in der Region zu sorgen, hieß es.

    Landebahn
    Landebahn auf einer der zwischen China, Vietnam, Japan und den Philippinen umstrittenen Spratly-Inseln.
    Foto: Rolex Dela Pena/Archiv - dpa

    Als ernste Bedrohung bezeichneten Mattis und Inada das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas. Die Allianz zwischen den USA und Japan bleibe vor diesem Hintergrund ein „Eckpfeiler für Frieden und Sicherheit“ in der Region. Für die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe die Region „hohe Priorität“. Äußerungen von Trump während des Wahlkampfes hatten bei den Bündnispartnern Japan und Südkorea Sorgen über die Ungewissheit von Trumps Asien-Politik aufkommen lassen. Trump hatte auch erklärt, er wolle Südkorea und Japan dazu drängen, mehr für die Stationierung der US-Truppen zu zahlen.

    Spratly-Inseln
    Auf winzigen Inseln im Südchinesischen Meer sind chinesische Militärkomplexe entstanden.
    Foto: Philippinische Armee/Archiv - dpa

    Mattis dagegen lobte Japans Kostenbeteiligung für die US-Militärstützpunkte im Land. Japan sei ein „Beispiel für andere Länder“. Tokio sei „auf dem richtigen Weg“, sagte er mit Blick auf die unter dem rechtskonservativen Regierungschef Shinzo Abe steigenden Verteidigungsausgaben. Abe will die Rolle Japans in der Allianz mit den USA verstärken. Er trifft Trump am 10. Februar in Washington.

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