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  • Transparency: Griechenland in EU am korruptesten

    Berlin. Griechenland belegt nach dem Korruptionsindex von Transparency International Rang 80 und steht damit im europäischen Vergleich ganz hinten. Deutschland liegt zwar auf Platz 12 unter 177 Ländern, in Europa werden aber einige Länder als deutlich weniger korrupt wahrgenommen.

    Rote Karte
    Griechenland konnte sich zwar leicht verbessern, ist aber immer noch das Schlusslicht in Europa.
    Foto: Frank May - DPA

    Wie die Antikorruptionsorganisation mitteilte, nehmen die vordersten Plätze für die Länder, in denen am wenigsten Korruption vermutet wird, Dänemark, Finnland und Schweden ein. Im internationalen Vergleich steht außerdem Neuseeland in der Spitzengruppe.

    Der Korruptions-Index CPI fasst zusammen, wie in Experten-Befragungen verschiedener Institutionen und Stiftungen die Korruption in den jeweiligen Ländern wahrgenommen wird, Belastbare Zahlen zur Korruption selbst liegen nicht vor. Der Journalist Michalis Pantelouris gibt zu bedenken, dass Berichterstattung über Korruptionsfälle schon dazu führen kann, dass ein Land in dem Korruptionsindex schlechter da steht.

    Deutschland kam bei den Befragungen auf einen Wert von 78, die Spitzenreiter Dänemark und Neuseeland auf 91. Die drei letztplatzierten Somalia, Afghanistan und Nordkorea erreichten nur einen Wert von 8, wenig überraschend ist das Vertrauen dort kaum vorhanden. Griechenland liegt mit einem Wert von 40 nur wenig hinter Italien (43) 

    Transparency International beklagte «besorgniserregende Tendenzen im Lobbyismus» und forderte eine Integritätsoffensive der deutschen Politik. Die Vorsitzende der Deutschen Sektion, Edda Müller, verlangte dazu die Einführung eines Lobby-Checks und eines Lobby-Registers. Zudem sollten sogenannte Drehtüreffekte vermieden werden, indem bei einem Wechsel eines prominenten Politikers in die Wirtschaft eine dreijährige Karenzzeit eingehalten werde.

    Bei der Parteienfinanzierung forderte Müller unter anderem eine Deckelung der Spenden bei 50 000 Euro. Sie forderte Bundespräsident Joachim Gauck auf, bei der Regulierung von Parteispenden tätig zu werden.

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