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  • Polizei in München warnt vor geplantem Terroranschlag: Hinweise auf islamistische Attentäter

    München. Wegen eines drohenden Terroranschlags islamistischer Attentäter hat die Polizei am Silvesterabend in München zwei Bahnhöfe evakuiert. Sie warnte die Menschen vor größeren Ansammlungen. Vor allem der Hauptbahnhof und der Bahnhof im Stadtteil Pasing sollten gemieden werden. Die beiden Bahnhöfe seien geräumt worden, teilte die Polizei mit. Zudem empfahl sie, einen Bogen um größere Menschenmassen gerade im Innenstadtbereich zu machen. Es sei nicht klar, wohin mutmaßliche Täter gingen, wenn sie nicht an die eigentlichen Anschlagziele gelangen, erklärte ein Polizeisprecher.

    Bei den mutmaßlichen Attentätern handele sich nach Informationen der Beamten um eine nicht näher benannte Gruppe, sagte eine Sprecherin der Polizei. Nach Angaben der «Süddeutschen Zeitung» stehen sechs mögliche Täter im Fokus der Ermittlungen. Die Behörden seien aus mehreren Quellen über die möglicherweise bevorstehende Anschläge informiert worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kamen die entscheidenden Tipps von französischen Behörden.

    Nach Angaben des Polizeisprechers gab es zwei konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag in der Stadt. Daraufhin seien in kürzester Zeit Maßnahmen ergriffen worden wie die Räumung der beiden Bahnhöfe.

    Im Sozialen Netzwerk Facebook erklärte die Polizei: «Aufgrund ernst zu nehmender aktueller Hinweise geht die Münchner Polizei von der Gefahr eines Terroranschlages im Bereich München aus. Nach vorliegenden und von uns als ernst bewerteten Informationen soll es diese Nacht zu einem Anschlag kommen.» Die Beamten bekräftigten ihre Warnung dort auch noch einmal - sogar in mehreren Sprachen.

    Eine Polizeisprecherin sagte: «Wir haben konkrete Hinweise, die wir nicht unter den Teppich kehren können.» Züge würden den Polizeiangaben zufolge die beiden Bahnhöfe fürs Erste nicht mehr anfahren. Kräfte aus dem südbayerischen Raum seien zur Unterstützung nach München geholt worden. «Zusammen mit Spezialeinheiten sorgen wir für Eure Sicherheit», twitterten die Münchner Polizisten.

    Ein Augenzeuge berichtete, dass die Zufahrt zum Hauptbahnhof zunächst nicht abgesperrt war. Polizisten baten die Menschen dann aber, die Gegend zu verlassen. Der Hauptbahnhof selbst war abgeriegelt, Einsatzkräfte mit schweren Waffen sicherten die Eingänge.

    Über das Internet - in erster Linie den Kurznachrichtendienst Twitter - wollte die Polizei die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. Auf Fragen von Touristen, wann am Hauptbahnhof wieder Züge fahren werden, gaben die Beamten vor Ort keine konkreten Auskünfte.

    In Brüssel war das Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt worden. Noch am Donnerstag hatte die Münchner Polizei erklärt, in der Silvesternacht werde es im Vergleich zu den Vorjahren keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geben. Allerdings seien auch in diesem Jahr deutlich mehr Beamte als an anderen Tagen in Bereitschaft. Nach dem Bekanntwerden der Drohungen forderte die Münchner Polizei Hilfe von Kollegen aus Südbayern an.

    Viele Münchner ließen sich die Silvesterlaune aber nicht verderben. Sie feierten, ließen Raketen steigen und zündeten Böller. Vielerorts trübte eher der Regen die Stimmung.

    dpa

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