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    New YorkNew York: Prozess gegen Hassprediger beginnt

    Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Montag in New York der Prozess gegen den Hassprediger Abu Hamsa al-Masri. Der 55-jährige Islamist soll an einer Geiselnahme 1998 im Jemen beteiligt gewesen sein, bei der vier Menschen getötet wurden.

    Abu Hamsa al Masri
    In Großbritannien saß Abu Hamsa al-Masri schon wegen Hass-Aufrufen und Mordanschlägen in Haft. Er hatte im Norden Londons ein islamistisches Zentrum aufgebaut.
    Foto: Adrian Dennis/Archiv - DPA

    Zudem steht er im Verdacht, ein Jahr später mitten in den USA ein Terrorcamp errichtet und von Großbritannien aus die Taliban in Afghanistan unterstützt zu haben. Abu Hamsa, ein gebürtiger Ägypter mit britischem Pass, hatte bereits nach seiner Auslieferung durch die Briten im Oktober 2012 die Vorwürfe zurückgewiesen.

    Im Vorfeld des Prozesses wurde die New Yorker Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Terroristische Anschläge als Reaktion auf die Verhandlung könnten nicht ausgeschlossen werden, teilte die Behörde mit. Hintergrund ist der grausame Soldatenmord im Londoner Stadtteil Woolwich im vergangenen Sommer. Im anschließenden Prozess hatte einer der beiden mutmaßliche Islamisten, Michael Adebolajo, das Gericht gebeten, ihn «Mudschahid Abu Hamsa» zu nennen - als Zeichen seiner Verehrung des Hasspredigers.

    Der radikale Imam Abu Hamsa hat nur noch ein Auge und eine Metallkralle statt der rechten Hand. Die Verletzungen soll er sich im sogenannten Heiligen Krieg gegen die Sowjets in Afghanistan zugezogen haben. Nach jahrelangem juristischen Tauziehen war er im Herbst 2012 an die USA ausgeliefert worden. In Großbritannien saß Abu Hamsa wegen Hass-Aufrufen und Mordanschlägen in Haft. Er hatte im Norden Londons ein islamistisches Zentrum aufgebaut.

    Ein besonderes Augenmerk bei dem Prozess kommt dem möglichen Hauptzeugen Saajid Badat zu. Der Komplize des «Schuhbombers» Richard Reid war im April 2004 in London wegen eines geplanten Terroranschlags auf ein Passagierflugzeug zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Nachdem er eingewilligt hatte, mit Scotland Yard zusammenzuarbeiten, war er nach sechs Jahren aus der Haft entlassen worden. Sollte er aussagen - ob persönlich oder per Video - wird erwartet, dass er bezeugt, wie Abu Hamsa ihm 2001 befohlen habe, in ein afghanisches Ausbildungslager für den «Heiligen Krieg» zu reisen.

    New York Times

    New York Daily News

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