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    Macheten-Angriff: Pariser Angreifer außer Lebensgefahr

    Identität und Motiv des Macheten-Angreifers beim Louvre sind nicht völlig geklärt. Der Angreifer schwebt nicht mehr zwischen Leben und Tod. Doch verhört werden kann er noch nicht.

    Louvre wieder geöffnet
    Wieder geöffnet: Ein Soldat patrouilliert nach dem Macheten-Angriff auf Soldaten beim Louvre vor dem Museum.
    Foto: Kamil Zihnioglu - dpa

    Paris (dpa). Einen Tag nach dem Macheten-Angriff auf eine Militärpatrouille beim Pariser Louvre ist der Täter außer Lebensgefahr. Sein Zustand habe sich verbessert, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen erfuhr. Er könne jedoch noch nicht verhört werden.

    Verletzte
    Eine verletzte Person wirdvor dem Einkaufszentrum «Carrousel du Louvre» in einem Krankenwagen abtransportiert.
    Foto: Sheng Zihao - dpa

    Der Mann hatte am Freitag in der unterirdischen Einkaufspassage, die zum Museum führt, mit einer Machete in jeder Hand vier Soldaten angegriffen. Dabei schoss einer auf den Angreifer und verletzte ihn schwer im unteren Bauchteil. Ein Soldat wurde leicht verletzt.

    Polizei am Louvre
    Polizeibeamte sichern einen Straßenzug nahe dem Louvre in Paris.
    Foto: Thibault Camus - dpa

    Die Identität und das Motiv des Täters sind noch nicht vollständig geklärt. Bei dem Mann soll es sich um einen 29-jährigen Ägypter handeln, der erst vor wenigen Tagen mit gültigem Visum aus Dubai nach Paris kam. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus, denn der Angreifer hat bei seiner Tat laut gedroht und „Allahu Akbar“ („Allah ist groß“) gerufen.

    Rettungswagen
    Ein Rettungswagen fährt vor dem "Hotel Du Louvre" in den Sperrbereich nahe des Louvre Museum in Paris.
    Foto: Thibault Camus - dpa

    Laut AFP soll er kurz vor seinem Angriff am Freitagmorgen mehrere Botschaften auf Twitter verschickt haben, in denen er unter anderem Bezug auf die Brüder in Syrien und die Kämpfer in der ganzen Welt nimmt. In einer soll er auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen

    Straßensperre
    Polizeibeamte nahe dem Louvre in Paris: Ein Soldat hatte hier auf einen Mann geschossen, der ihn mit einer Machete angreifen wollte.
    Foto: Thibault Camus - dpa

    Nach den ersten Ermittlungen hatte der Ägypter im Oktober von Dubai aus den Visumsantrag für Frankreich gestellt. Er mietete sich nach seiner Ankunft für 1700 Euro für eine Woche in dem schicken 8. Arrondissement der französischen Hauptstadt ein. Dort fanden die Ermittler auch die Rechnung von 680 Euro für die beiden Macheten. Der Täter hatte sie am 28. Januar in der Nähe der Bastille gekauft. 

    Absicherung am Louvre
    Mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten sichern nach der Attacke das Gebiet um den Pariser Louvre. 
    Foto: Thibault Camus - dpa

    Derzeit ist noch offen, ob der Mann allein oder auf Anweisung gehandelt hat. Die Auswertung der Daten seines Handys und seines Tablets haben bislang noch keine Aufschlüsse ergeben.

    Der Louvre, der nach dem Macheten-Angriff am Freitag geschlossen wurde, öffnete am Samstag wieder seine Türen. Man danke dem Publikum für Verständnis und Unterstützung, schreibt der Louvre auf seiner Internetseite. 

    Mitteilung des Innenministeriums, Frz.

    Liveticker des Senders BFMTV, Frz.

    Frankreich und der Terror - Anschläge vergangener Jahre

    Louvre-Attacke: Neuer Schock für terrorgeplagtes Frankreich

    Zwei Macheten und ein Totenkopf: Terror-Alarm beim Louvre

    Eine Machete ist ein einschneidiges, an der Spitze abgebogenes Haumesser. Die lange Klinge verbreitert sich vom Griff zur Mitte hin. Dadurch wird die Wucht beim Schlagen größer. Seit langem ist die Machete als Werkzeug zur Ernte landwirtschaftlicher Produkte - vor allem Zuckerrohr - bekannt.

    Sie dient ebenfalls als Buschmesser zum Wegschlagen von Gestrüpp. Sie wird aber auch von jeher als Waffe eingesetzt. In jüngerer Zeit verletzte damit etwa ein Terrorverdächtiger im vergangenen August im belgischen Charleroi zwei Polizistinnen.

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