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    LondonLondoner Theater werden nach Deckeneinsturz auf Sicherheit überprüft

    Einen Tag nach dem verheerenden Deckeneinsturz im Londoner Apollo-Theater mit Dutzenden Verletzten haben Experten am Freitag mit der Suche nach der Ursache begonnen.

    Apollo-Theater
    Mehr als 700 Menschen wollten im Londoner Apollo-Theater ein wenig Entspannung - dann stürzte ein Teil der Decke ein. Knapp 80 Menschen wurden verletzt.
    Foto: Facundo Arrizabalaga - DPA

    Als erste Konsequenz aus dem Drama gab der zuständige Stadtrat von Westminster bekannt, dass alle historischen Theater in der Londoner Innenstadt als «Vorsichtsmaßnahme» auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Erste Untersuchungen durch Sachverständige hätten ergeben, dass die Deckenstruktur im Apollo-Theater stabil war, sagte Ratssprecherin Nicola Aiken. Es sei «nur Putz» von der Decke gefallen.

    Apollo-Theater
    Das Apollo-Theater wurde 1901 eröffnet und 1932 generalsaniert.
    Foto: Andy Rain - DPA

    Bei dem Unglück am Donnerstagabend waren knapp 80 Theaterbesucher durch herabstürzende Trümmer verletzt worden, 7 von ihnen schwer. Nach jüngsten Angaben von Rettungskräften waren am Freitag noch 2 Verletzte im Krankenhaus. Das Deckenteil stürzte mitten in einer Vorstellung in dem mit 720 Besuchern nahezu voll besetzten Theater ein. Unter ihnen waren viele Familien mit Kindern. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Demnach fielen rund zehn Quadratmeter Gipsputz von der Stuckdecke des mehr als 100 Jahre alten Theaters herab.

    Theater-Distrikt
    Das Theater steht an der Shaftesbury Avenue in Londons Theater-Distrikt.
    Foto: A. Schäfer - DPA

    Die Besitzer des Apollo-Theaters, Nimax Theatres, sprachen am Freitag von einem «schockierenden Zwischenfall». Die Vereinigung der Theaterbetreiber, die Society of London Theatre, warnte vor voreiligen Schlüssen über die Sicherheit der älteren Londoner Theater. Die Sicherheitsauflagen seien strikt und würden rigoros befolgt. «Unsere Theater in London haben jeden Abend mehr als 32 000 Gäste. Alle Theater nehmen die Sicherheit ihrer Zuschauer, Darsteller und Angestellten sehr ernst», hieß es in einer Mitteilung der Vereinigung.

    Einsatzkräfte
    Der britische Premierminister David Cameron dankte den Rettungskräften via Twitter für ihren raschen Einsatz.
    Foto: Facundo Arrizabalaga - DPA

    In britischen Medien gab es am Freitag Spekulationen, dass der Einsturz möglicherweise durch das Eindringen von Wasser durch Risse im Dach ausgelöst worden sein könnte. Kurz vor der Vorführung war ein schweres Gewitter über die Stadt niedergegangen. Auch der Aspekt der vorherrschenden Wetterbedingungen werde Teil der Untersuchungen sein, versicherte Ratssprecherin Aiken.

    Apollo Theater
    Beim Einsturz eines Gebäudeteils im Londoner Apollo-Theater wurden mehrere Menschen schwer verletzt.
    Foto: Andy Rain - DPA

    Besucher, die das Stück «The Curious Incident of the Dog in the Night-Time» («Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone») nach dem gleichnamigen Bestseller von Mark Haddon sahen, berichteten mehreren britischen Medien, vor dem Einsturz Tropfgeräusche, aber auch Rieseln und Knarren gehört zu haben. In den oberen Rängen hätten dann reihenweise Zuschauer ihre Plätze verlassen. Viele glaubten zunächst, der Krach sei Teil der Vorstellung. Trotz Panik sei die Evakuierung ruhig verlaufen.

    Drehleiter
    Viele Zuschauer dachten zunächst, der Lärm und der Nebel seien Teil der Bühnenshow.
    Foto: Andy Rain - DPA

    Die meisten Opfer erlitten Kopfverletzungen und Schnittwunden durch herabstürzenden Gipsputz und Holzbrocken. Viele wurden vor Ort und in benachbarten Theatern von Sanitätern behandelt. Londoner Busse wurden zum Transport der Verletzten eingesetzt. Premierminister David Cameron dankte den Rettungskräften für ihren schnellen Einsatz. Bürgermeister Boris Johnson sprach von einem «unglaublichen» Einsatz der Rettungskräfte unter äußerst schwierigen Umständen.

    Nimax Theatres

    Feuerwehr

    Tweet David Cameron

    Tweet Mark Haddon

    Society of London Theatre

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