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    BogotáKolumbiens Rebellen lassen erste von fünf Geiseln frei

    Die linken FARC-Rebellen in Kolumbien haben mit der angekündigten Freilassung von insgesamt fünf Geiseln begonnen. Am Mittwoch (Ortszeit) setzten sie zunächst den vor fast 20 Monaten entführten Kommunalpolitiker Marcos Baquero auf freien Fuß.

    Marcos Baquero frei
    Der kolumbianische Kommunalpolitiker Marcos Baquero winkt nach seiner Freilassung nach 20 Monaten Geiselhaft.

    Der 35-jährige wurde auf dem Flughafen der Stadt Villavicencio im Zentrum des Landes von seiner Frau und seinen beiden Kindern in die Arme genommen. «Wir werden eine Demonstration abhalten und dabei von den FARC verlangen, dass sie alle Geiseln freilassen. Die Vorstellung, dass im Urwald noch immer Menschen festgehalten werden, ist unerträglich», sagte Baquero anschließend vor der Presse.

    Die Rebellen hatten den Politiker an einem geheim gehaltenen Ort im Urwald einer humanitären Kommission übergeben. Ihr gehörten unter anderem die Oppositionspolitikerin und frühere Senatorin Piedad Córdoba, ein Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sowie ein peruanischer Arzt an. An Bord eines eigens für diesen Zweck von Brasilien zur Verfügung gestellten Hubschraubers wurde Baquero anschließend nach Villavicencio geflogen.

    An diesem Freitag sollen dann der Kommunalpolitiker Armando Acuña und der Marinesoldat Henry López freikommen. Für Sonntag ist der Abschluss der Aktion mit der Übergabe eines entführten Polizeimajors sowie eines Soldaten geplant. «Am schlimmsten ist, dass es niemanden gibt, mit dem man sprechen kann, dass einem nicht einmal zugehört wird», klagte Baquero.

    Die marxistische Rebellengruppe «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» hatten die Bereitschaft zur Freilassung der fünf Geiseln bereits im Dezember geäußert. Am vergangenen Sonntag hatten sie dann in einem erneuten Angebot an die Regierung von Präsident Manuel Santos für den Beginn von Friedensgesprächen die Freilassung ohne Vorbedingungen oder Gegenleistungen als Geste ihres guten Willens bezeichnet.

    Dies war von Santos durchaus anerkannt worden. Dennoch beharrte er auf einem Verzicht auf weitere Anschläge und Überfälle und auf der Freilassung aller Geiseln als Voraussetzung von Gesprächen. Nach offiziellen Angaben werden die FARC nach dieser Freilassungsaktion noch 16 Militärs und Polizisten sowie eine unbekannte Zahl von Zivilisten in ihrer Gewalt halten.

    Der jahrelange bürgerkriegsähnliche Konflikt zwischen FARC und dem Staat hat schon 1964 begonnen und Schätzungen zufolge mehr als 200 000 Menschen das Leben gekostet. Millionen mussten zudem vor den Kämpfen in ländlichen Regionen an die Armutsränder größerer Städte fliehen.

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