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    Kampfjets der Bundeswehr nur bedingt einsatzbereit

    Die Einsatzbereitschaft der Kampfjets und Hubschrauber der Bundeswehr bleibt misslich. Dass eine weitere Verschärfung der Lage verhindert wurde, wird als Erfolg bezeichnet. Hauptproblem sind Ersatzteile.

    Eurofighter auf der Autobahn
    Auf der Autobahn: Ein Eurofighter der Bundeswehr wird zu einer Airbus-Werkstatt transportiert, um untersucht und repariert zu werden.
    Foto: Bodo Schackow - dpa

    Berlin (dpa). Die Bundeswehr kämpft weiterhin mit erheblichen Materialmängeln. So gilt derzeit nur etwa ein Drittel der Kampfjets „Eurofighter“ und „Tornado“ als einsatzbereit, bei vielen Hubschraubertypen ist die Quote ähnlich schlecht.

    Das geht aus einem Bericht des Verteidigungsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin heißt es, dass bei den Waffensystemen der Luftwaffe zumindest der jüngste Negativtrend gestoppt worden sei. Die Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres sei „als Erfolg zu werten, der freilich noch nicht zufriedenstellt“.

    Von 123 „Eurofighter“-Flugzeugen aus dem Gesamtbestand standen dem Bericht zufolge wegen Instandhaltungsmaßnahmen nur knapp zwei Drittel zur Verfügung. Von diesen verfügbaren Jets waren wiederum nur 52 Prozent einsatzbereit. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 55 Prozent.

    Ähnlich sieht es beim Vorgängermodell „Tornado“ aus: von 93 Flugzeugen waren nur etwas mehr als zwei Drittel verfügbar, davon waren wiederum lediglich 44 Prozent einsatzbereit. Als Hauptgrund werden jeweils fehlende Ersatzteile genannt.

    Trotz dieser Defizite könne die Bundeswehr alle internationalen Einsatzverpflichtungen erfüllen, versichert das Ministerium, räumt bezogen auf die Luftwaffe allerdings auch ein: „Die unbefriedigende materielle Einsatzbereitschaft einzelner Waffensysteme wirkt sich jedoch unverändert auf die Durchführung des Ausbildungs- und Übungsbetriebs aus.“

    Ein Mangel an Ersatzteilen macht auch den Hubschraubern zu schaffen: Von den durchschnittlich 14 verfügbaren Marine-Bordhubschraubern „Sea King“ waren in der Regel nur vier einsatzbereit. Dass die Quote nicht noch schlechter ist, liegt nach Ministeriumsangaben an einer „unkonventionellen Ersatzteilgewinnung“: Dafür wurden ausgemusterte Hubschrauber aufgekauft und ausgeschlachtet.

    Grundsätzlich wird eine 70-prozentige Einsatzbereitschaft angepeilt. Doch diese Zielmarke verfehlen auch andere Hubschrauberflotten: Von 22 Bordhubschraubern „Sea Lynx“ stehen in der Regel nur fünf zur Verfügung, der Transporthubschrauber „NH90“ kommt auf eine Quote von 31 Prozent. Der Kampfhubschrauber „Tiger“ liegt auch nur bei 44 Prozent - damit ist seine Einsatzbereitschaft aber immerhin doppelt so hoch wie im Jahr zuvor.

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