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    Gebäude nach Brand bei Zwangsräumung einsturzgefährdet

    Ein Haus in Tübingen brennt bei einer Zwangsräumung aus, der Bewohner stürzt in den Tod. Die Brandursache kennen die Ermittler bisher nicht. Womöglich können sie das Gebäude gar nicht mehr betreten.

    Zwangsräumung
    Bei einer eskalierten Zwangsräumung in Tübingen ist der Bewohner des Hauses tödlich verunglückt.
    Foto: Franziska Kraufmann - dpa

    Tübingen (dpa). Nach einer Zwangsräumung in Tübingen, bei der der Bewohner starb und das Haus ausbrannte, beginnt am Dienstag die Suche nach der Brandursache. Die Feuerwehr hatte am Montag bis in die Abendstunden hinein letzte Glutnester gelöscht, wie die Polizei mitteilte.

    Das Gebäude ist nach Angaben der Stadtverwaltung aber einsturzgefährdet. Ob und wann Ermittler hineingehen können, ist demnach unklar. Vermutungen, nach denen der 69 Jahre alte Bewohner das Gebäude in Brand gesetzt hatte, waren zunächst unbestätigt. 

    Der Mann, der unrechtmäßig in dem Gebäude wohnte, war bei einer angekündigten Zwangsräumung am Montag ausgerastet und bei einem Sturz vom Balkon tödlich verunglückt. Er hatte zuvor vom Balkon aus mit einer Pistole, die er illegal besaß, auf einen Ordnungsamtsmitarbeiter geschossen, der den Gerichtsvollzieher begleitete. Der Mitarbeiter blieb unverletzt, die Kugel streifte nur die Jacke. Weil das Haus bereits brannte, versuchte der Bewohner, über den Balkon zu klettern, stürzte dabei aber mehrere Meter in die Tiefe.

    Das Haus gehört dem Land und wurde von der Universität Tübingen für die Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland“ genutzt. Schon 2011 war bekannt geworden, dass der einstige Mitarbeiter der Universität dort lebte. Seit 2012 gab es der Stadtverwaltung zufolge mehrere Räumungsklagen. Dem Bewohner sei eine Wohnung angeboten worden, die er jedoch ausschlug. Wie groß der Schaden an den im Gebäude befindlichen Archiven ist, ist nach Angaben der Universität unklar.

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