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    Frostiger April und wenig Frühling

    Regen, Nachtfrost, Schnee - der Frühling versteckt sich gerade ziemlich gut. Im Süden rutschen Autos auf glatten Straßen, Bauern blicken mit Sorgen auf nächtliche Minusgrade.

    Wintereinbruch in Bayern
    Keine Frühlingsgefühle: Bei Hofolding in Bayern müssen sich die Autofahrer mit winterlichen Straßenverhältnissen arrangieren.
    Foto: Tobias Hase - dpa

    Berlin (dpa). Frost und Frust statt Frühling: Der April zeigt sich auch in den nächsten Tagen von seiner wechselhaften und ungemütlichen Seite. Schon am Samstag kann es nach einer Wetterberuhigung wieder bis in tiefe Lage schneien.

    Schnee in Frankfurt
    Aprilwetter: Ein Radfahrer und eine Fußgängerin in Frankfurt am Main im Schneetreiben.
    Foto: Arne Dedert - dpa

    An Nord- und Ostsee muss mit Sturmböen gerechnet werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach ankündigte. Nächtliche Minusgrade machen Winzern und Bauern Sorge. „Die Bauern halten zum Teil die Luft an“, sagte Bernd Weber vom hessischen Bauernverband. „Eine Blüte, die erfroren ist, ist futsch.“ Autofahrer in Bayern und Baden-Württemberg hatten am Mittwoch mit glatten Straßen zu kämpfen.

    Begeisterung im Schnee
    Zumindet Labrador Herrmann, hier auf dem Großen Feldberg im Taunus, kann dem frisch gefallenen Schnee einiges abgewinnen.
    Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

    Eine Rekordkälte werde es trotz strenger Nachtfröste diese Woche aber nicht geben, sagte Meteorologe Sebastian Schappert. „Kalte Luftvorstöße sind im April keine Seltenheit.“ Die Zugspitze meldete in der Nacht zum Mittwoch minus 17 Grad. 2003 wurden dort am 7. April minus 24 Grad gemessen. In den deutschen Alpen herrscht weiter Lawinengefahr. Winterliches Wetter mit Schnee und Kälte bestimmte auch die Lage im Bergland von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf dem Fichtelberg im Erzgebirge liege eine 27 Zentimeter dicke Schneedecke, hatte ein DWD-Meteorologe am Mittwochmorgen gesagt.

    Kalte Schönheit
    Kalte Schönheit: Schnee liegt bei Obereschach in Baden-Württemberg auf den teils geöffneten Apfelblüten.
    Foto: Felix Kästle - dpa

    Am Donnerstag gibt es vom Bayrischen Wald bis zu den Alpen noch einzelne Schauer, die über 500 Meter als Schnee fallen. Im Rest des Landes scheint dagegen häufiger die Sonne, ehe im Verlauf des Nachmittags das nahende Sturmtief „Quentin“ dem Norden dichtere Wolken bringt. Es bleibt trocken. Die Temperatur steigt auf 9 bis 13, im Osten und Südosten auf 5 bis 10 Grad. Die Nacht zum Freitag bleibt im Norden unter den Wolken mit 6 bis 0 Grad weitgehend frostfrei, ansonsten geht die Temperatur auf plus 1 bis minus 6 Grad zurück. Am Alpenrand kann auch strenger Frost nicht ausgeschlossen werden.

    Wenig frühlingshaft ging es auch in anderen Ländern zu: In Tschechien und der Slowakei verursachten starke Schneefälle Probleme im Straßenverkehr. In der tschechischen Region Mährisch-Schlesien fielen in der Nacht auf Mittwoch 30 Zentimeter Schnee, meldete die Nachrichtenagentur CTK. In der Slowakei warnte der Wetterdienst vor Schneestürmen, Glatteis und Lawinengefahr.

    Ein ähnliches Bild bot sich in Ungarn: Schneefälle führten im Süden des Landes zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen. In 30 Ortschaften des Bezirks Bacs-Kiskun blieben am Mittwoch 24 000 Haushalte ohne Elektrizität, berichtete die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf den Katastrophenschutz.

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