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    BangkokFlutmassen in Bangkok fließen ab

    Die Menschen in Bangkok können vorerst aufatmen. Die thailändische Hauptstadt hat den ersten Hochwasserhöhepunkt relativ gut überstanden. Im Norden der Millionenmetropole sind die Schäden jedoch enorm. Kritik am Krisenmanagement der Regierung wird laut.

    Flut in Thailand
    Thailändische Soldaten tragen eine Frau durch die Fluten.
    Foto: Rungroj Yongrit - DPA

    Die Wassermassen aus dem überschwemmten Norden des Landes würden zunehmend ins Meer abfließen, sagte Landwirtschaftsminister Theera Wongsamut der Zeitung «Bangkok Post» am Montag. Die Gefahr ist allerdings noch nicht vorüber, die Behörden rechnen auch für Dienstag noch mit Hochwasser.

    Warten
    Mehr als 2,3 Millionen Menschen sind von den bislang schwersten Überschwemmungen seit 1995 betroffen.
    Foto: Udo Weitz - DPA

    Nach Überschwemmungen nördlich der Millionenmetropole am Wochenende blieb Thailands Hauptstadt am Montag weitgehend trocken. Der Chao-Praya-Fluss in Bangkok erreichte aber eine Rekordhöhe von 2,39 Metern. Und es regnete weiter in Strömen. Aus dem Meer drohte ein gefährlicher Rückstau. «Wir werden unser Bestes tun, um Überschwemmungen in Bangkok zu vermeiden,» versprach Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra forderte weitere Hilfsmaßnahmen für gefährdete Gebiete im Norden der Hauptstadt.

    Industrie
    Die Schäden für die Wirtschaft sollen sich auf 2,4 Milliarden Euro belaufen.
    Foto: STR - DPA

    Bei den bislang schwersten Überschwemmungen seit 1995 sind in Thailand mindestens 297 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2,3 Millionen Menschen sind betroffen. Die Schäden für die Wirtschaft sollen sich auf 2,4 Milliarden Euro belaufen, mehr als 10 000 Unternehmen seien betroffen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Kittirat Na Ranung der thailändischen Nachrichtenagentur Thai News Agency. Auch negative Auswirkungen auf das Vertrauen ausländischer Investoren in Thailands Wirtschaft seien denkbar.

    Evakuierung
    Mindestens 297 Menschen sind ums Leben gekommen.
    Foto: Rungroj Yongrit - DPA

    Der Unmut über das Krisenmanagement der Regierung wird derweil immer lauter. Ministerpräsidentin Yingluck habe nicht genug Regierungserfahrung, Fehlalarme und Chaos behinderten die Arbeiten, meinten Kritiker der Regierungschefin, die erst seit August im Amt ist. Auch Thailands Nachbarländer Kambodscha, Laos und Vietnam kämpfen mit Fluten. Mehr als 550 Menschen in den südostasiatischen Ländern wurden getötet.

    Chao-Praya-Fluss
    Der Chao-Praya-Fluss in Bangkok erreichte eine Rekordhöhe von 2,39 Metern.
    Foto: Udo Weitz - DPA

    In den Überflutungsgebieten in Thailand haben die Bewohner noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Hunderte Krokodile sollen in den vergangenen Tagen aus ihren Gehegen in Zuchtfarmen ausgebrochen sein. Besonders betroffen waren die Provinz Nakhon Sawwan und die alte Königsstadt Ayutthaya. Bei einer eigens eingerichteten Krokodil-Hotline seien viele Anrufe eingegangen, berichtete die Tageszeitung «Bangkok Post».

    Staudamm
    Die Behörden haben für das Hochwasser in Bangkok eine vorsichtige Entwarnung gegeben.
    Foto: Udo Weitz - DPA

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