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    New YorkDutzende Verletzte bei Fährunglück in New York

    Bei einem Fährunglück in New York sind mindestens 57 Menschen verletzt worden. Mindestens ein Insasse sei mit einer schweren Kopfverletzung in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten US-Medien.

    Verletzte
    Bei dem Aufprall einer Fähre auf einen Anleger in New York flogen viele Menschen von ihren Sitzen.
    Foto: Justin Lane - DPA

    Fährunfall in New York
    Der Riss im Rumpf verdeutlicht die Aufprallgeschwindigkeit.
    Foto: Justin Lane - DPA

    Bis zu zehn weitere Menschen seien ebenfalls schwer verletzt worden, die anderen ersten Erkenntnissen zufolge leicht. Eine Pendlerfähre aus dem nahe gelegenen Ort Highlands im Bundesstaat New Jersey war am Morgen aus zunächst unbekannter Ursache bei der Ankunft an der Anlegestelle im südöstlichen Manhattan nahe der Wall Street hart gegen ein Dock geprallt. Auf Fernsehbildern war an der Steuerbord-Seite des Boots ein großer Riss zu sehen. Auch Fenster waren zersplittert.

    Verletzter
    Es habe sich wie ein Autounfall angefühlt, sagte ein Passagier dem TV-Sender ABC.
    Foto: Justin Lane - DPA

    Rettungssanitäter holten Verletzte mit Tragen aus der Fähre heraus. Bei dem Aufprall seien viele Menschen von ihren Sitzen geflogen, sagte der Chef der Fährlinie SeaStreak, James Barker, dem TV-Sender NBC. Menschen, die bereits anstanden um auszusteigen, seien gegen Wände geschleudert worden. Es habe sich wie ein Autounfall angefühlt, sagte ein Passagier dem TV-Sender ABC. «Niemand wusste, was los war.» Die Menschen seien hysterisch gewesen und hätten geschrien, sagte eine Frau. «Wir sind aufeinander gefallen. Ich bin in alle anderen hineingeflogen.» Die Fähre sei schon ein wenig wackelig an den Kai herangefahren, sagte eine weitere Zeugin. «Dann hat das Dock die rechte Seite des Bootes hart getroffen, wie eine Bombe.»

    Geschockt
    Tausende Menschen benutzen jeden Tag die Fähren, die Manhattan mit Staten Island, Brooklyn oder Queens verbinden.
    Foto: Justin Lane - DPA

    An Bord der rund 40 Meter langen Fähre befanden sich ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 300 Menschen. Die Sicherheitskommission der Nationalen Verkehrs-Behörde will nun eine Untersuchung des Vorfalls einleiten. Dabei werde auch geprüft, ob der Kapitän betrunken oder auf Drogen gewesen sei, teilte die Behörde mit. Die US-Küstenwache bot ihre Hilfe an. Das «Pier 11», wo das Unglück passierte, wurde bis auf weiteres gesperrt. Einige Fährverbindungen wurden umgeleitet, andere fielen aus.

    Ursachenforschung
    Die Sicherheitskommission der Nationalen Verkehrs-Behörde will eine Untersuchung des Vorfalls einleiten. Dabei wird auch geprüft, ob der Kapitän betrunken war oder unter dem Einfluss von Drogen stand.
    Foto: DPA

    Tausende Menschen benutzen jeden Tag die Fähren, die Manhattan beispielsweise mit den Vierteln Staten Island, Brooklyn oder Queens sowie mit dem Bundesstaat New Jersey verbinden. Pendler fahren mit den Booten zur Arbeit, Touristen genießen die Aussicht auf die Skyline von Manhattan.

    Unglücksfähre
    Verletzte liegen vor der verunglückten Fähre auf «Pier 11» in New York.
    Foto: Justin Lane - DPA

    Immer wieder kommt es im Hafen von New York, wo sich der Atlantik, der East- und der Hudson River treffen, aber auch zu Fährunglücken. So prallte 2003 eine Staten Island-Fähre mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Anlege-Kai. Elf Menschen starben, dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Unglück im Mai 2010 wurden ebenfalls dutzende Passagiere verletzt.

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