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  • Bankräuber bei dramatischem Überfall angeschossen

    Ein Alptraum für zwei Bankangestellte in Waldshut: Ein bewaffneter Mann überfällt ihre Filiale und liefert sich eine Schießerei mit der Polizei.

    Einsatz in Waldshut
    Polizeikräfte stehen vor der Bank in Waldshut.
    Foto: Patrick Seeger - dpa

    Waldshut (dpa). Der Bankräuber hatte das Bargeld schon in der Hand, doch dann kam die Polizei: In Waldshut nahe der Schweizer Grenze hat sich ein bewaffneter 57-Jähriger am Freitagmittag eine Schießerei mit den Einsatzkräften geliefert.

    Zwei Angestellte der Filiale in der Innenstadt saßen derweil in einem Nebenraum fest. Die beiden Mitarbeiter händigten dem Räuber nach Polizeiangaben einen fünfstelligen Geldbetrag aus und konnten sich dann in dem Nebenraum in Sicherheit bringen, so dass der Täter nicht mehr an sie herankam.

    Beim Eintreffen der ersten Polizisten kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der 57-Jährige verletzt wurde. Beamte und Unbeteiligte kamen offenbar nicht zu Schaden.

    Es folgten zweieinhalb bange Stunden. Polizisten umstellten das Gebäude und sperrten die Umgebung ab. Nach Medienberichten brachten die Beamten noch Kunden aus dem Selbstbedienungsbereich der Bank in Sicherheit. Von einer Geiselnahme sprach die Polizei nicht, weil der Täter die Angestellten nicht mehr unmittelbar bedrohen konnten. Allerdings konnten sie sich auch nicht aus ihrer gefährlichen Lage befreien und mussten ausharren.

    Ein Mann, der den Einsatz miterlebte, sagte dem SWR: „Ich war auch am Automat, die Polizei ist gestürmt mit Maschinenpistolen und gezogener Waffe und hat gesagt „Sofort raus!“. Dann bin ich halt abgehauen, da ist es mir auch anders geworden.“ Mitarbeiter eines Büros über der Filiale durften einem Bericht der Zeitung „Südkurier“ zufolge ihre Räume nicht verlassen. Die Polizei rief die Bürger der südbadischen Stadt dazu auf, den Einsatzbereich zu meiden.

    Später gab es Telefonkontakt zwischen der Polizei und dem Bewaffneten in der Bank. Am Ende ging alles ganz schnell. Beamte eines Spezial-Einsatzkommandos (SEK) griffen zu und nahmen den verletzten 57-Jährigen fest. Ein Notarzt stand bereit, um ihn zu versorgen. Er kam in ein Krankenhaus. Zur Schwere der Schussverletzung gab es zunächst keine Informationen. Zum Motiv sagte Polizeisprecherin Laura Riske: „Es ging ums Geld.“ Der 57-Jährige stamme aus Waldshut-Tiengen und sei zuvor nicht polizeibekannt gewesen.

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