Zapfenstreich-Getröte: Demonstranten wollen Wulff mit Vuvuzelas verabschieden
Berlin - Die Misstöne um Ex-Bundespräsident Christian Wulff hören nicht auf - jetzt kommt noch ein ganz besonderes Kaliber ins Spiel: Kritiker wollen beim Zapfenstreich mit Vuvuzela-Getröte ein Zeichen setzen.
Schon als am 24. Februar die Pläne zur Verabschiedung bekannt wurden, hatte das auch viel Unverständnis ausgelöst. Der Journalist Mario Sixtus, Preisträger des Grimme Online Awards und mit mehr als 46.000 Followern einer der einflussreichsten Twitterer in Deutschland, hatte dazu eher nebenbei eine Anregung fallen lassen:
Ich könnte mir vorstellen, dass viele Bürger dieses musikalische Ereignis mit ihren Vuvuzelas unterstützen wollen: spiegel.de/politik/deutsc…
— Mario Sixtus (@sixtus) Februar 24, 2012
Darum blieb es zunächst ruhig, bis in dieser Woche die Idee wieder aufkam. Als dann bei Facebook ein Termin angelegt war, "Vuvuzelas für Wulff zum Zapfenstreich", nahm das Thema Fahrt auf. Ein Tweet der Bloggerin Julia Probst, bei Twitter als @EinAugenschmaus unterwegs, wurde in Windeseile weiterverbreitet:
#Vuvuzelas für Wulff zum #Zapfenstreich - hier ist die Facebook-Seite dazu: facebook.com/pages/Vuvuzela… Ich glaube, das könnte funktionieren!
— Jule(@EinAugenschmaus) März 7, 2012
Mario Sixtus ist nicht unglücklich darüber, welche Entwicklung seine Idee erfahren hat: Er gab den Hinweis auch per Tweet weiter und erklärte unserer Zeitung:
Auf Twitter meldeten sich aber auch kritische Stimmen, die zu bedenken gaben, dass der Protest die Falschen trifft. Ein Gedanke, den auch Julia Probst hatte: "Mir wäre es wichtig, dass die Vuvuzelas nur kurz vor Beginn oder nach dem Ende des Zapfenstreich ertönen aus Respekt vor den Soldaten", erklärte sie unserer Zeitung. "140 Sekunden würden mir gut gefallen."Sixtus dagegen schrieb zum von Wulff gewünschten Titel "Somewhere over the rainbow": "Ich denke, die Vuvuzela-Brigade Berlin kann ihm diesen Wunsch erfüllen."














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