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Telefonkonferenz von FBI und Scotland Yard gehackt

London (dpa) - Computer-Hackern der Organisation «Anonymous» ist es gelungen, eine vertrauliche Telekonferenz der Londoner Polizei Scotland Yard und der US-Bundespolizei FBI abzuhören. Die Inhalte der Konferenz wurden von den Hackern im Internet veröffentlicht. Das FBI bestätigte die Angaben.

Hackergruppe Anonymous
Ein Laptop mit dem Anonymous-Logo vor dem Europäischen Parlament in Brüssel: In Frankreich hat die Hackergruppe die Website des Ministeriums für Immigration lahmgelegt. Foto: Julien Warnand
DPA

Bei der 17 Minuten dauernden Telefonschalte wurden Details über laufende Ermittlungen gegen Hackergruppen wie «Anonymous» diskutiert, darunter auch die Termine geplanter Festnahmen. Die Konferenz wurde von den Hackern auf Youtube gestellt. «Anonymous» veröffentlichte zudem eine E-Mail, die vom FBI stammen soll und die Zugangsdaten zu der Telefonkonferenz enthält.

Ein «Anonymous»-Aktivist twitterte: «Das FBI mag neugierig sein, wie es uns gelingt, von jetzt an stetig seine interne Kommunikation mitzulesen.» Das FBI teilte mit, die Informationen seien ausschließlich für die Strafverfolgungsbehörden bestimmt gewesen und wurden illegal beschafft. Die Strafverfolgung laufe.

«Anonymous» ist ein loser Zusammenschluss von Computer-Hackern. Die Gruppe hatte im Jahr 2010 für Aufsehen gesorgt, als es ihr gelungen war, die Internetseiten von Visa und Mastercard lahmzulegen. Diese hatten zuvor die Weiterleitung von Zahlungen an die Internet-Enthüllungsplattform des australischen Aktivisten Julian Assange gestoppt.

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