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Chaos und Gewalt nach Freitagsgebet in Ägypten

Kairo/Al-Arisch (dpa) - Chaos und Gewalt in Ägypten: Nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem Fußballspiel spitzt sich die Lage in Kairo und anderen Städten dramatisch zu. Bei Protesten gegen den regierenden Militärrat kam es nach dem Freitagsgebet erneut zu heftigen Ausschreitungen.

Prügelei
Ein Demonstrant prügelt sich mit einem vermuteten Mitglied der Sicherheitskräfte. Foto: Mohamend Omar
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In Kairo stürmte ein wütender Mob ein Gebäude der Steuerbehörde. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen flogen Brandbomben. Auch in Alexandria und Suez, wo in der Nacht zwei Menschen getötet worden waren, gab es erneut Proteste. Vier Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben.

Tränengasattacke
Demonstranten ergreifen nach einer Tränengasattacke in Kairo die Flucht. Foto: Mohamed Omar
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Blutige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gab es insbesondere in der Nähe des Innenministeriums in Kairo. Hunderte Menschen versammelten sich dort und forderten den Rücktritt des Militärrats und Gerechtigkeit für die Menschen, die bei den Gewaltexzessen nach dem Fußballspiel in der Stadt Port Said am Mittwoch getötet worden waren.

Ausschreitungen
Jugendliche Demonstranten fliehen vor den anrückenden Sicherheitskräften in Kairo. Foto: Mohamed Omar
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Nach Angaben von Staatsmedien wurde bei Krawallen am Freitagmorgen ein Demonstrant von einem Gummigeschoss tödlich getroffen. Ein Soldat starb demnach, als ein Militärfahrzeug ihn überrollte. Mehr als 1500 Menschen seien verletzt worden, darunter auch 16 Soldaten, die mit Schrotkugeln attackiert worden seien. Beim Angriff auf das Gebäude der Steuerbehörde zerstörten die Angreifer nach dpa-Informationen Möbel und Akten.

Proteste
In Kairo herrscht Chaos in den Straßen. Foto: Mohamend Omar
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Aktivisten und Menschenrechtler machen die Militärs, die nach der Entmachtung von Präsident Husni Mubarak vor einem Jahr die Kontrolle übernommen hatten, für den Tod von 74 Menschen im Fußballstadion verantwortlich. Sie vermuten, dass die Krawalle auf dem Spielfeld von bezahlten Schlägertrupps provoziert wurden, um Chaos zu stiften. Der Polizei, die bei dem Spiel für Ordnung hätte sorgen sollen, werfen sie Untätigkeit vor.

Straßenschlachten in Kairo
Demonstranten und Sicherheitskräfte liefern sich vor dem Innenministerium in Kairo Straßenschlachten. Foto: Mohamed Omar
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In der rund 140 Kilometer entfernten Stadt Suez gab es ebenfalls erneut Krawalle. Nach Angaben der Zeitung «Al-Ahram» wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mindestens 15 Menschen verletzt. An mehreren Orten sei Feuer ausgebrochen. In der Nacht war die Lage dort bereits einmal eskaliert: Zwei Menschen starben, etwa 30 wurden verletzt.

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