Der erste Eindruck zählt: Im Internet seriös rüberkommen
Düsseldorf (dpa/tmn) - In der Internet-Ära ist ein seriöses Auftreten im Netz mindestens genauso wichtig wie ein gepflegtes Äußeres. Worauf muss man aber achten, um bei einer Bewerbung oder der eigenen Homepage auch virtuell gut rüberzukommen?
Mit Facebook, Blogs und Internet-Suchmaschinen bekommt man auch ein «virtuelles Ich» im Netz. Für Job-Anwärter oder Selbstständige kann die digitale Identität sehr wichtig sein. Sie sind darauf angewiesen, auch online seriös wahrgenommen zu werden, etwa von Personalern oder Kunden. Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Nicht wirklich gut machen sich da amateurhafte Internetauftritte oder allzu viel Privates.
Um seriös zu wirken, sollten Anwender im Internet grundsätzlich mit ihrem richtigen Namen auftreten, sagt Mike Schnoor vom Videoportal sevenload.com. Glaubwürdig und ernstzunehmen seien etwa Profile, Rezensionen und Produktbewertungen anderer Nutzer nur, wenn sich der Autor nicht hinter einem Pseudonym verstecke. Wer dagegen die eigene Identität preisgibt, hat einen Vertrauensvorsprung: Die Online-Bewertung eines Koch-Sets der Userin «Maria Musterfrau, Köchin» sei verlässlicher als von «Prinzessin123», erläutert Schnoor, der auch Mitglied der Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in Düsseldorf ist.
Auch die E-Mail-Adresse sollte nicht unbedingt sunny@xy.de lauten, rät Miriam Köp vom Softwarehersteller Microsoft in München. Klar erkennbare Namen sowie gängige Provideradressen wie @hotmail.de oder @web.de seien aber aus formaler Sicht seriös genug auch für eine Online-Bewerbung. «Personalabteilungen werden häufig mit diversen E-Mail-Adressen konfrontiert und kennen die großen Anbieter dahinter», sagt die Sprecherin für den Bereich Consumer und Online.
Eine Garantie, dass eine Mail nicht im Spam-Ordner landet, gibt es allerdings nicht - dazu tragen auch Werbezeilen unter der E-Mail bei. Provider versuchen damit Köp zufolge, auf neue Funktionen und Services hinzuweisen. Vor dem Mailversand lassen sich die Spruchbänder aber nicht abschalten - erst danach sieht man, was angehängt wurde.
Wer eine Internetpräsenz aufbaut, sollte gut überlegen, ob er sie individuell gestaltet oder auf vorgefertigte Lösungen wie Blogsysteme oder Homepage-Baukästen zurückgreift. Diese sind zwar einfach und schnell eingerichtet, wirken aber nur bedingt seriös. «So zeigen Nutzer nur, dass sie das Allernotwendigste bedienen können», sagt Christian Daul, Mitglied im Berliner Art Directors Club (ADC), und Geschäftsführer der Digital-Agentur Scholz & Volkmer in Wiesbaden.









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