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  • Wulff: VW-Einstieg großer Schritt nach vorne

    Hannover (dpa). Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat den Einstieg von VW bei Suzuki als großen Schritt nach vorne für den Volkswagen-Konzern bezeichnet.

    «Das ist für VW von allergrößter Bedeutung», sagte der CDU-Politiker und VW-Aufsichtsrat am Mittwoch in Hannover der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die beiden Unternehmen passten ideal zusammen und ergänzten sich. «VW ist nun in allen Weltmärkten und in allen Marktsegmenten vertreten.»

    Mit Suzuki peile VW mehr denn je die Weltspitze an. «VW geht mit Suzuki auf neun Millionen Fahrzeuge zu. Das lässt eine Kapitalkraft und Technologieführerschaft entstehen, die alle Chancen bietet, um Jobs zu sichern.» 2008 lag der VW-Absatz weltweit bei rund 6,2 Millionen Autos.

    Der Einstieg bei dem japanischen Autobauer sei seit langem vorbereitet worden, sagte Wulff. Mit der Übernahme von rund 20 Prozent sei VW größter Aktionär von Suzuki und erlange eine wichtige Stellung. «Das ist ein ausdrücklicher Vertrauensbeweis der Japaner an VW.»

    Suzuki baue vor allem Kleinstwagen mit geringem CO2-Verbrauch. VW werde von dem hohen Marktanteil von Suzuki bei Kleinwagen in Indien profitieren, ohne dort in Konkurrenz mit den Japanern zu treten. Zudem verspreche sich VW und Suzuki durch die Allianz «erhebliche technologische Synergien». Suzuki habe eine hohe Kompetenz etwa bei der Batteriespeichertechnik, bei Elektromotoren und bei der Fahrsicherheit.

    Im Gegenzug werde Suzuki VW-Aktien erwerben, sagte Wulff. Suzuki werde ein kleinerer Aktionär, aber nicht der vierte Großaktionär bei Volkswagen. Großaktionäre bei VW sind die Familien Porsche und Piëch, das Land Niedersachsen sowie das Emirat Katar.

    Die Gefahr, dass sich VW mit seinen vielen Marken übernimmt, sieht Wulff nicht. Zum einen werde Suzuki nicht eine weitere Marke von VW sein. Zum anderen sei VW ohnehin das «Musterbeispiel» dafür, wie Marken geführt würden, die weiterhin eigenständig seien. Auch eine finanzielle Gefahr für VW sieht Wulff nicht. VW habe in den vergangenen Jahren eine hohe Netto-Liquidität aufgebaut.

    Weitere Übernahme-Aktivitäten von VW erwartet Wulff vorerst nicht. «Weitere Dinge sind in nächster Zeit nicht zu erwarten, wenn man vom Zurechtruckeln mit MAN und Scania absieht.» Ziel von VW ist seit längerem eine Lkw-Allianz mit MAN und Scania.

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