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  • Toter Hamburger von Kolumbianern ausgegraben

    Hamburg (dpa). Der beim Erdbeben in Haiti getötete 28 Jahre alte Hamburger ist nach Angaben seines Bruders von einem kolumbianischen Rettungsteam aus den Trümmern eines Hotels geborgen worden.

    «Es war sogar in Handarbeit möglich, meinen Bruder freizugraben», sagte der Bruder des Opfers dem Fernsehsender RTL-Nord. Das Interview wird am Mittwoch ausgestrahlt und wurde in Textauszügen am Dienstag veröffentlicht.

    Das Auswärtige Amt habe seine Eltern am Samstag vom Tod des 28-Jährigen unterrichtet. «Wir selber wussten aber bereits seit Freitagmittag, dass mein Bruder zweifelsfrei gefunden und identifiziert wurde - anhand von Fotos, die wir geschickt hatten, anhand von Bildern des Leichnams, die uns geschickt wurden, und anhand der Kleidung.»

    Zuvor seien ein Bekannter der Familie und ein Journalist den Hinweisen auf den Verbleib seines Bruders nachgegangen, sagte der 33- Jährige. «Als die beiden Privatpersonen die sterblichen Überreste meines Bruders gefunden und die Botschaft darüber umgehend informiert haben, dauerte es noch zwei weitere Tage, bis ein Abtransport des Leichnams veranlasst wurde.» Das sei auch nur auf Druck der Medien geschehen.

    «Bis dahin musste Nachtwache am Leichnam meines Bruders gehalten werden, weil er sonst wohl in ein Massengrab abtransportiert worden wäre, was für uns als Familie ein sehr großer Schock gewesen wäre. Nur dank dieser beiden Privathelfer haben wir nun die Möglichkeit, meinen Bruder in Deutschland würdig zu bestatten.» Mehr Engagement von der Botschaft wäre schön gewesen, sagte der 33-Jährige. «Aber wir stecken nicht in deren Haut und keiner weiß, was wirklich dort vor Ort stattgefunden hat.»

    Der 28-Jährige arbeitete nach Angaben seines Bruders seit viereinhalb Jahren für ein Hamburger Handelshaus, überwiegend in der Karibik. Er sei abwechselnd drei Monate im Ausland und drei Monate in Deutschland gewesen. Seine Geschäftsreisen hätten meistens in Haiti begonnen. Genau am Tag des Unglücks sei er angekommen und habe etwa viereinhalb Stunden vor dem Erdbeben im Hotel Montana eingecheckt. «Kurz darauf hat sich Christoph dann mit einem Arbeitskollegen, der schon vor Ort war, und einem Kunden zum Essen getroffen. Dann kam das Erdbeben und alle drei sind in verschiedene Richtungen gerannt. Die anderen beiden haben verletzt überlebt, mein Bruder wurde von einer Betonplatte erschlagen.»

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