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  • Schumacher: «Ich sehe es positiv»

    Hamburg (dpa). Michael Schumacher macht sich keine Sorgen, dass sein Ruf als erfolgreichster Formel-1-Pilot durch sein Comeback auch Kratzer abbekommen könnte. «Was auch immer dabei rauskommt, ich sehe es positiv», sagte der bald 41-Jährige in einem Interview beim TV-Sender RTL am Mittwochabend.

    Und weiter: «Wenn es dann vielleicht anders laufen sollte, dann muss man das auch hinnehmen.» Auch wenn man die Meinungen von außen höre, «hab ich ein gutes Gefühl. Jeder traut es mir zu und ich mir am allermeisten». Schumacher äußerte sich am Mittwoch auf seiner Homepage ausführlich zu seinem Comeback in der Formel 1. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die wichtigsten Passagen:

    Michael Schumacher über seine Motivation:

    «Ich habe mich entschlossen, nochmals in der Formel 1 anzugreifen. Mercedes Grand Prix und ich werden in den nächsten drei Jahren gemeinsam an den Start gehen. Und offen gesagt juckt es mich heute schon bei der Aussicht, wieder ins Lenkrad zu greifen. Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt - ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen. Und natürlich spielt es eine große Rolle, dass ich bei Mercedes Grand Prix wieder mit Ross arbeiten kann. Aber vor allem ist auf einmal mein alter Rennfahrer-Hunger wieder erwacht.»

    Michael Schumacher über die Entstehung des Comebacks:

    «Noch in Abu Dhabi, als Ross mich fragte, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen könne, fühlte ich mich nicht bereit dafür. Doch nur zwei Wochen später, als er mich erneut anrief, merkte ich, wie das alte Feuer hochkam. Plötzlich hatte mich das Fieber wieder gepackt. Die Vorstellung, wieder im Formel-1-Auto um die Weltmeisterschaft zu fahren, ist für mich aufregend und extrem inspirierend. (...) Noch bis vor kurzem war ich fest davon überzeugt, dass ich bei Ferrari meine Rennfahrerkarriere beendet hatte. Aber manchmal ändern sich die Dinge ganz plötzlich und unerwartet, plötzlich sind die Rahmenbedingungen nicht mehr die gleichen.»

    Michael Schumacher über Ferrari:

    «Ich bin sehr froh darüber, dass die Trennung so harmonisch abläuft und wir weiterhin in Freundschaft verbunden sind. Ich möchte einen großen Dank an Luca di Montezemolo und das gesamte Team aussprechen, für all die gemeinsame Zeit - und dafür, dass sie mir die Möglichkeit geben, in Freundschaft zu gehen. Solche Taten machen Freundschaften aus. Denn auch wenn der Vertrag noch nicht unterschrieben war, hatten wir uns doch die Zusammenarbeit in die Hand versprochen. Nach diesen 14 Jahren werde ich ein großes Stück Ferrari immer im Herzen tragen, und ich werde nie die Zuneigung und Begeisterung der Tifosi vergessen. Sie haben mich auf der ganzen Welt mit ihrer Hingabe getragen, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. (...) Ich fühle eine starke Verbundenheit und Loyalität zu den Jungs, die mich begleitet und mir immer ein tolles Auto hingestellt haben. Diese Verbundenheit wird bleiben, auch wenn wir uns auf der Strecke duellieren werden - denn ich bin sicher, Ferrari wird zur alten Stärke zurückfinden, weil die Mannschaft so gut und gefestigt ist.»

    Michael Schumacher über Mercedes:

    «Mercedes GP wird eine neue Herausforderung sein, die extrem reizvoll ist. Das Team wird stark sein, da habe ich keinen Zweifel, denn mit den beiden WM-Titeln hat es gezeigt, dass hier eine faszinierende Mischung aus höchster Professionalität und tiefster Leidenschaft ineinandergreift. (...) Zumal ich dabei das Gefühl habe, als würde sich für mich ganz persönlich nach all den Jahren in der Formel 1 ein Kreis schließen. Immerhin hatte ich meinen ersten Rennfahrervertrag mit Mercedes, damals in der Gruppe C und in Le Mans, und immerhin hat mir Mercedes beim Einstieg in die Formel 1 geholfen.»

    Michael Schumacher über seine Fitness:

    «Körperlich fühle ich mich absolut fit. Schon im Sommer habe ich gesehen, wie schnell ich mit gezieltem Training wieder meine alten Leistungswerte erreicht habe, und seither habe ich weiter trainiert. Der Nacken ist absolut beschwerdefrei.»

    Michael Schumacher über seine Auszeit:

    «Ich habe mein Leben in diesen drei Jahren sehr genossen und viel unternommen. Da war keine Langweile oder so, ich konnte auch Kart- oder Motorradfahren ohne großen Rummel. Jetzt habe ich wieder Lust, meine Wettkampf seriöser zu betreiben. Ich weiß, dass der Sinneswandel extrem plötzlich kam.»

    Michael Schumacher über das Verständnis seiner Ehefrau:

    «Ich finde es klasse, dass Corinna meine Leidenschaft versteht und mir volle Rückendeckung dabei gibt. Als ich ihr davon erzählte, hat sie sofort gespürt, dass mir ernst dabei ist, und direkt ihre Zustimmung gegeben. Um es kurz zu machen: Ich bin total heiß auf das kommende Jahr.»

    Schumacher-Homepage: http://dpaq.de/schumacher

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