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  • Mehr als 260 Häftlinge flüchten während Beben

    Santiago de Chile (dpa) - Mehr als 260 Häftlinge eines Gefängnisses in der chilenischen Stadt Chillán haben das verheerende Erdbeben der Stärke 8,8 am Samstag zur Flucht genutzt. Die Erdstöße hätten eine der Mauern der Haftanstalt zum Einsturz gebracht, teilten die Behörden mit.

    Die Wachen versuchten noch, die Häftlinge aufzuhalten und eröffneten das Feuer. Dabei starben drei Insassen. Mindestens vier Häftlinge seien schon zuvor durch das Erdbeben ums Leben gekommen. Auch ein Wachmann wurde durch Trümmer verletzt. Insgesamt kamen bei dem Beben nach vorläufigen Angaben 147 Menschen ums Leben.

    Die entflohenen Häftlinge hätten anschließend im Zentrum der Stadt Geschäfte und Häuser geplündert und mehrere Gebäude in Brand gesetzt. Etwa 28 der Häftlinge hätten inzwischen wieder eingefangen werden können. Die Regierung entsandte Soldaten in die Stadt in der Nähe von Concepción, um die Bürger zu schützen.

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