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  • Klimagipfel: Merkel sondiert auch beim Festessen

    Kopenhagen (dpa). Artige Verbeugung vor der Königin und dann gleich wieder Klimasondierungen: Die Staats- und Regierungschef beim Kopenhagener Klimagipfel haben einen Festabend bei Dänemarks Margrethe II. zum Arbeitsessen umfunktioniert.

    Allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich im Rittersaal von Schloss Christiansborg sofort in Zweiergespräche in Sachen Klimaschutz mit Partnern wie dem schwedischen Regierungschef und derzeitigen EU-Ratspräsidenten Fredrik Reinfeldt und Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero vertiefte.

    Als nicht eingeladene Gäste schafften zwei Greenpeace-Aktivisten den Weg durch alle Kontrollen und Polizeiketten ins Allerheiligste: Ein Mann im Smoking und eine Frau im eleganten roten Abendkleid verwandelten einen vorgeblichen Seidenschirm plötzlich in ein gelbes Banner der Umweltorganisation mit der Aufschrift «Politicians talk - Leaders act» («Politiker reden - Führer handeln»). Die Polizei nahm beide sowie einen Helfer fest.

    Entspannt wirkte ein anderer eher nicht so erwünschter Gast auf Schloss Christiansborg: Simbabwes Präsident Robert Mugabe wurde von westlichen Politikern geflissentlich übersehen. Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva dagegen begrüßte den abgesehen von UN-Konferenzen mit Einreiseverbot in die EU belegten Staatschef mit Handschlag und herzlicher Umarmung wie einen alten Kumpel. Absoluter Blickfang des Abends war Mugabes Ehefrau Grace mit ihrer gigantischen roten Frisur. Andere Klimagipfel-Teilnehmer mit leicht zweifelhaftem Ruf wie der Iraner Mahmud Ahmadinedschad oder Venezuelas Staatschef Hugo Chavez wurden nicht gesichtet.

    Wegen der hinter den Kulissen geführten Verhandlungen vor dem Abschluss des Klimagipfels hatten gut 50 der 170 Gäste abgesagt. Der Rittersaal auf Schloss Christiansborg wirkte denn auch ein kleines bisschen leer, als die dänische Königin ihre Begrüßungsrede hielt und auch ihre ganz persönlichen Hoffnung auf ein gutes Klimaabkommen in vollendetem Englisch und nicht minder elegantem Französisch zum Ausdruck brachte.

    Danach gab es als Vorspeise Kammmuscheln mit Sauce Verte, als Hauptgericht Puten-Rollpastete mit Erbsenpüree sowie Bratkartoffeln und Estragonsauce. Zum Abschluss sollte Dattelkuchen mit Karamelsauce den Gästen den Aufenthalt in Kopenhagen ein wenig versüßen. Als Wein bot die Königin unter anderem Chateau de Cayx von 1999 an, der vom französischen Weingut des Prinzgemahlen Henrik stammt. In Dänemark wird über die Qualität dieses bei royalen Anlässen unumgänglichen Weines immer ganz gern gewitzelt.

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