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  • Hintergrund: Wie geht es mit Griechenland weiter?

    Brüssel (dpa). Kaum hatten sich die EU-Staatschefs beim Gipfel auf einen möglichen Notfallplan für Griechenland geeinigt, beschwichtigte das hoch verschuldete Mittelmeerland: Danke, dass es für den Ernstfall eine Hilfszusage gibt. Aber einsetzen wolle man die Milliarden-Kredite auf keinen Fall.

    Stattdessen setzt Griechenland auf das Signal, das die Möglichkeit eines Pakets aus bilateralen Krediten und Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) an die Finanzmärkte sendet. «Wir werden diesen Mechanismus nicht nutzen, weil wir hoffen, dass diese auf höchster Ebene getroffene Entscheidung eine Botschaft an die Märkte senden und die Zinssätze drücken wird», sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou.

    Wegen der dramatischen Verschuldung von 300 Milliarden Euro fordern Banken derzeit hohe Risikoaufschläge. So zahlt Griechenland deutlich mehr als drei Prozentpunkte höhere Zinsen für langfristige Anleihen als Deutschland.

    Bei einem griechischen SOS-Signal würden nach Angaben von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vor allem die Euro-Länder mit freiwilligen Krediten einspringen. Erst an zweiter Stelle käme der IWF zum Zuge. Dabei soll das Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel betragen. Insgesamt ist bei dem Rettungsplan von einem Umfang von 20 bis 23 Milliarden Euro die Rede.

    Zunächst will die Regierung von Giorgos Papandreou allerdings weiter versuchen, seinen immensen Geldbedarf über die Finanzmärkte zu decken. Nachdem Griechenland jüngst bereits zehnjährige Anleihen in Höhe von 5 Milliarden Euro ausgegeben und Bürgern sowie Unternehmen ein drastisches Sparprogramm auferlegt hat, liegt der Finanzbedarf in den kommenden Monaten noch bei mehr als 20 Milliarden Euro.

    Neben Griechenland dürfte allerdings auch Portugal, dessen Kreditwürdigkeit heruntergestuft worden war, Nutznießer des Notfallplans sein: Für die Märkte sind Wetten auf den Staatsbankrott eines Eurolandes unprofitabler geworden.

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