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  • Hintergrund: Gespräche über Opfer-Entschädigung

    Hamburg (dpa) - Angehörige der zivilen Opfer des Luftangriffs in Afghanistan fordern von der Bundesregierung eine Entschädigung. Der Bremer Rechtsanwalt Karim Popal hat nach eigenen Angaben 78 Vollmachten von Hinterbliebenen.

    Bei dem von der Bundeswehr am 4. September angeordneten Luftangriff wurden nach NATO-Angaben bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt, darunter viele Zivilisten. Popal selbst nennt die Zahl von 179 zivilen Opfern.

    Die Bundesregierung will einen langen Rechtsstreit vermeiden und sich möglichst außergerichtlich einigen. Sie ist im Gespräch mit Popal, prüft aber auch, ob es neben dessen Mandanten noch andere Menschen mit berechtigten Ansprüchen gibt.

    Die Höhe der Entschädigungszahlungen steht noch nicht fest. Einen Bericht, nach dem die Opfer und Hinterbliebenen des Luftangriffs bei Kundus mit drei Millionen Euro entschädigt werden sollen, wies das Verteidigungsministerium zurück. Auch der in Afghanistan geborene Anwalt sagte am Dienstag, dass ihm noch keine Summe angeboten wurde. Popal hat einen Entschädigungsfonds ins Gespräch gebracht, der zumindest das Existenzminimum der Verletzten und der Familien der Toten sichern solle. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) versprach schnelle und unbürokratische Gespräche.

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