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  • Hintergrund: Das iranische Waffenarsenal

    Hamburg (dpa). Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. Sie befürchten, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will.

    Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten.

    Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht.

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