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  • Hintergrund: Berichte über den Luftangriff

    Hamburg (dpa). Über den von der Bundeswehr angeordneten Bombenabwurf in der Nähe des afghanischen Kundus gibt es zahlreiche Berichte, aus denen verschiedene Medien zitieren. Öffentlich einsehbar ist keiner.

    - Bericht von Georg Klein: Der für den Angriff verantwortliche Oberst soll das Dokument direkt nach dem Angriff verfasst haben. Daraus soll hervorgehen, dass nicht die Tanklaster, sondern die Taliban um sie herum Ziel des Angriffs waren.

    - Bericht der Feldjäger: Er soll detailliert dokumentieren, zu welchem Zeitpunkt Informationen über zivile Opfer vom deutschen Regionalkommando in Masar-i-Scharif an das Einsatzführungskommando in Potsdam übermittelt wurden. So habe ein deutscher Oberstarzt bereits am Abend des 4. September zunächst ein verletztes Kind und später zwei etwa 14 Jahre alte verletzte Jungen nach Potsdam gemeldet. Der Bericht soll nicht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden sein.

    - Bericht der afghanischen Untersuchungskommission: Demnach wurden 30 Zivilisten und 69 Taliban getötet. Die Kommission lastet den Taliban die Verantwortung an. Präsident Hamid Karsai bezeichnete den Angriff als Fehler, nahm die Bundesrepublik aber zugleich in Schutz.

    - NATO-Untersuchungsbericht: Er liegt dem Verteidigungsministerium seit dem 28. Oktober vor. Er spricht unter Berufung auf afghanische Stammesführer von bis zu 142 getöteten oder verletzten Menschen, darunter 30 bis 40 Zivilisten. Es wird der Schluss nahgelegt, dass mit dem Bombardement gezielt die um die Laster vermuteten Taliban-Kommandeure getötet werden sollten. Die Bundeswehr soll demnach ursprünglich sechs Bomben angefordert haben, die US-Piloten hätten aber widersprochen. Schließlich habe man sich auf zwei geeinigt.

    - Bericht des Internationalen Roten Kreuzes (ICRC): Darin sollen die Namen von 74 toten Zivilisten aufgelistet sein, darunter die von Kindern. Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht. Der Bericht lag Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vor seiner Erklärung am 6. November, der Angriff sei «militärisch angemessen», vor.

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